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Torsten Lieberknechts Freude über Christoffer Nyman

Jubel: Mit dem Torschützen Christoffer Nyman freuen sich Domi Kumbela und Onel Hernandez. SH

Fußball: Eintracht überschreitet 30-Punkte-Marke – Kommenden Montag gegen Union Berlin.

Von Elmar von Cramon, 29.11.2016.

Braunschweig. Nach drei Spielen ohne Sieg konnten Eintrachts Zweitliga-Fußballer am vergangenen Sonntag beim 2:1 gegen 1860 München endlich wieder über einen dreifachen Punktgewinn jubeln. Auch wenn das Ergebnis knapp anmutete, fuhren die Blau-Gelben im Löwenduell einen verdienten Sieg ein und festigten ihre Tabellenführung vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin.

„Das war ein hochverdienter Sieg, wir haben den Gegner an diesem Tag sehr gut beschäftigt“, war Torsten Lieberknecht zufrieden. Schon in den Anfangsminuten hatte Gästekeeper Stefan Ortega mehrfach in höchster Not die Eintracht-Führung vereitelt, auch nach dem 1:0 durch Christoffer Nyman (16. Minute) sahen die 20 850 Fans Einbahnstraßenfußball. Lediglich eine bessere Chancenverwertung hätte sich der Eintracht-Trainer von seiner Mannschaft gewünscht, die mehrfach über außen gefährlich wurde, oft in der Mitte aber keinen Abnehmer fand: „Diese guten Ansätze zu vollenden ist etwas, das es in der Trainingswoche anzusprechen gilt.“
Durch den Anschlusstreffer von Ivica Olic (72.) unmittelbar nach dem 2:0 durch Domi Kumbela (68.) wurde es deshalb nochmals unnötig eng, allerdings brachten die Blau-Gelben den Vorsprung letztlich über die Zeit, was in den vorherigen drei Begegnungen nicht gelungen war. „Ich bin froh, dass wir diese Thematik endlich abhaken können“, so Lieberknecht.
Besonders freute den 43-Jährigen die gute Leistung Christoffer Nymans. Der hatte die Konfusion in der Münchener Abwehr beim Führungstreffer eiskalt ausgenutzt und dem besser postierten Kumbela in der zweiten Hälfte seinen neunten Saisontreffer aufgelegt. „Es hat sich gelohnt, dass wir den Jungs zu Beginn der Woche zwei Tage freigegeben haben. Die Frische hat sich schon in der Trainingsleistung gezeigt“, erklärt Lieberknecht, der Nyman durch die Ganzjahressaison in Schweden und die Reisestrapazen bei Länderspieleinsätzen am Limit gesehen hatte.
In dieser Form dürfte der Neuzugang auch die Abwehr von Union Berlin vor Probleme stellen, wo Eintracht am kommenden Montag um 20.15 Uhr antreten muss. Der Eintracht-Trainer sieht das Gastspiel in der alten Försterei jedenfalls als gewaltigen Prüfstein an. „Das ist eines der schwersten Auswärtsspiele überhaupt“, so der Coach, der in dieser Woche nochmals eine Leistungsdiagnostik ansetzte, um seine Mannschaft danach optimal auf die noch ausstehenden Spiele gegen die „Eisernen“, Arminia Bielefeld und den Karlsruher SC vorzubereiten.
Mit den durch den jüngsten Sieg erreichten 30 Punkten gelang den Braunschweigern jedenfalls, die Adventszeit vielversprechend einzuläuten, während 1860 sowohl durch die Niederlage als auch durch die dort herrschende Führungskrise viel Ungewissheit mit auf den langen Heimweg nahm.
Die schon zum jetzigen Zeitpunkt mehr als zufriedenstellende Bilanz sieht Lieberknecht vor allem als Verdienst des guten, von Zusammenhalt geprägten Klimas bei Eintracht: „Es gehören viele Leute dazu, sich so als Verein zu präsentieren. Die Freude ist groß, dass uns dies in den vergangenen Jahren immer wieder Kraft gegeben hat.“
Statistik
Eintracht: Fejzic (3,5) – Reichel (3), Correia (3), Decarli (2,5), Sauer (3,5) – Boland (3,5), Moll (3) – Hernandez (3), Omladic (3,5) – Kumbela (2,5), Nyman (2).
Eingewechselt: 71. Biada (-) für Nyman; 80. Schönfeld (-) für Boland; 90.+3. Ofosu-Ayeh (-) für Omladic.
Tore: 1:0 (16.) Nyman (ohne Vorarbeit); 2:0 (65.) Kumbela (Nyman); 2:1 (72.) Olic.
Zuschauer: 20 850
Chancenverhältnis: 9:4
Eckballverhältnis: 7:5
Gelbe Karte: Decarli
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