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Torsten Lieberknecht sagt „Nein“ zu Berggreen-Wechsel

Fußball: Eintracht beendet Trainingslager – Ademi, Omladic und Hochscheidt fallen aus.

Von Elmar von Cramon, 07.07.2015.

Braunschweig. Nach einem achttägigen Aufenthalt in Österreich treten Eintrachts Fußballprofis heute ihre Rückreise nach Braunschweig an. Nach zwei Siegen in den Spielen gegen Schachtar Donezk und Rubin Kazan stand gestern noch die Partie gegen Dynamo Kiew (Ergebnis auf Unser38) auf dem Programm.

„Ich habe eine sehr engagierte Mannschaft gesehen, die sich durchweg positiv präsentiert hat. Die Jungs sind gewillt, sich in eine gute Form zu bringen“, ist Torsten Lieberknecht zufrieden, auch wenn die hochsommerlichen Temperaturen es den Kickern im Löwentrikot nicht immer einfach machten. Das Hauptaugenmerk lag beim Aufenthalt in der Alpenrepublik laut Lieberknecht darauf, „uns in unserer Grundordnung, unabhängig vom Ergebnis, Sicherheit zu holen“. Dabei setzt der 41-Jährige auf ein 3-4-3-System, das bei Bedarf variabel gestaltet werden kann: „In Zukunft müssen wir defensiv viel stabiler stehen als in der vergangenen Saison“, fordert er und ist sich sicher, dass seine Abwehr diese Mission erfüllen kann: „Mit Marcel Correia, Saulo Decarli, Ken Reichel oder auch Marc Pfitzner haben wir Spieler, die eine Zweikampfsituation mit dem Gegner vor sich sehr gut antizipieren können.“
Positiv überrascht hat den Eintracht-Coach vor allem Nico Kijewski, der sich in überzeugender Frühform zeigte, vorgestern aber für das U19-Nationalteam zur EM in Griechenland nachnominiert wurde und abgereist ist: „Nico hat sich sehr gut präsentiert“, lobt Lieberknecht den Ex-Osnabrücker, den er sich zum Punktspielauftakt als Vertretung für den rotgesperrten Ken Reichel vorgestellt hatte, was durch Kijewskis Abwesenheit nun schwieriger wird: „Er fällt als Option erst mal weg, auch wenn die Nominierung für ihn persönlich und uns als Verein eine tolle Sache ist.“
Noch weitere Verluste kann sich der Eintracht-Coach nicht leisten und würde liebend gerne noch jeweils einen Neuzugang für die Offensive und einen für die Defensive begrüßen, auch weil sich zu den angeschlagenen Orhan Ademi und Nik Omladic (beide muskuläre Probleme) auch noch Jan Hochscheidt (Kapselverletzung) gesellte.
„Es ist uns bewusst, dass die Qualität im Kader noch angehoben werden muss. Die jungen Spieler brauchen Halt durch Akteure, die sofort ’funktionieren‘ und erfahrener sind.“ Zwar machte der 41-Jährige im bisherigen Verlauf der Vorbereitung seine Ankündigung wahr und gewährte den Nachwuchskräften ausgiebig Einsatzzeit, doch „verheizen“ will Lieberknecht keinen von ihnen. Auch im Hinblick auf die Qualität der Gegner, denen sich die Blau-Gelben in der kommenden Spielzeit stellen müssen: „Das Anspruchsvollste, was die zweite Liga je gesehen hat“, ist sich der Trainer sicher.
Aus diesem Grund will Lieberknecht einem Wechsel von Emil Berggreen, den der Hamburger SV liebend gerne verpflichten würde, auch einen Riegel vorschieben: „Dazu sage ich ganz klar Nein. Er ist unser Topstürmer und hat sein ganzes Potenzial noch gar nicht abgerufen. Wir werden nach unserer Ankunft in Braunschweig mit ihm sprechen, doch in unserer momentanen Situation ist ein Wechsel gar kein Thema.“
Gleiches gilt für eine Verpflichtung von Verteidiger Alexander Madlung, der zuletzt bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag gestanden hatte und bei den Blau-Gelben ins Gespräch gebracht wurde: „Ich schätze ihn und freue mich jedes Mal, wenn wir uns in Braunschweig sehen, seine Verpflichtung ist aber nicht geplant.“
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