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Torsten Lieberknecht: „Keiner unterschätzt den Gegner“

Im Vorwärtsgang: Eintrachts Adam Matuschyk. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Eintracht im DFB-Pokalspiel gegen Halle – Torhüter Fejzic winkt Saisonpremiere.

Von Elmar von Cramon, 07.08.2015.

Braunschweig. In der ersten Runde um den DFB-Pokal treten Eintrachts Zweitliga-Fußballer heute um 15.30 Uhr beim Halleschen FC an. Da der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze besitzt, dürfte die Aufgabe in der Saalestadt sicherlich nicht einfach für die Löwen werden. Allerdings sollten die Blau-Gelben durch ihren guten Auftritt beim 0:0 in Kaiserslautern auch einiges an Selbstbewusstsein mitgenommen haben.

„Wir versuchen, unserer Rolle gerecht zu werden“, lässt Torsten Lieberknecht keinen Zweifel daran, dass er seine Mannschaft als Favorit ansieht, der in die nächste Runde einziehen will. Allerdings warnt er davor, die Hallenser zu unterschätzen und allein anhand ihrer durch ein 0:2 gegen Holstein Kiel missglückten Saisonpremiere zu bewerten: „Dort haben sie in einigen Situationen Unachtsamkeit gezeigt, ansonsten eine konzentrierte Vorstellung geboten.“
Auch die Tatsache, dass Halle bundesligaerfahrene Kräfte wie Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt und den Kroaten Ivica Banovic in den Reihen hat, spielt für Lieberknecht eine wichtige Rolle zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit.
„Halle besitzt eine abgezockte Mannschaft. Wenn man dort hinfährt und denkt, wir schaukeln das Ding schon, dann gibt es eine Überraschung“, warnt der 42-Jährige, ist sich aber sicher, dass sein Team mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen wird: „Keiner in der Mannschaft wird den Gegner unterschätzen, dazu gibt es keinen Grund.“
Nach dem verdienten Zähler ohne Gegentor auf dem Betzenberg fordert er von seinen Spielern, nun die „nächsten Schritte zu machen“ und erneut eine stabile Defensivleistung abzuliefern: „Auch in Halle erst mal die Null zu halten, wäre gut.“
Sollte es zum Elfmeterschießen kommen, könnte sich ein Einsatz von Jasmin Fejzic auszahlen. Zwar vertraut Lieberknecht seinem Stammkeeper Rafal Gikiewicz, der Bosnier stellte jedoch schon mehrfach seine Qualitäten als „Elfmetertöter“ unter Beweis. Außerdem trat Fejzic in der Vergangenheit auch als erfolgreicher Elfmeterschütze in Erscheinung: Für die U23 von Greuther Fürth verwandelte er 2010 in drei Spielen hintereinander einen Strafstoß.
Ansonsten ist für die Partie in Sachsen-Anhalt mit ähnlichem Personal wie in Kaiserslautern zu rechnen, „ein bis zwei Veränderungen“ kündigt Lieberknecht an. Denkbar ist das Startelfdebüt von Mads Hvilsom und Joseph Baffo. Die Neuzugänge benötigen nach ihrem Wechsel vor allem Wettkampfpraxis: „Beide stehen im Kader, das zeigt, dass sie schon weit sind“, freut sich Lieberknecht, der an diesem Wochenende keine Personalsorgen hat.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Correia, Baffo (Decarli) - Boland, Schönfeld, Matuschyk, Ofosu-Ayeh - Hochscheidt, Khelifi (Omladic) - Hvilsom (Berggreen).
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