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Tor von Josuha Guilavogui reicht nicht zum Erfolg

Freute sich über seinen ersten Treffer seit November 2015: Wolfsburgs Josuha Guilavogui. regios24

1. Fußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg trennt sich nur 1:1 von Mainz 05 – Der erhoffte Befreiungsschlag gelingt nicht.

Wolfsburg, 02.10.2017.

Drittes 1:1 im vierten Heimspiel der Saison. Auch gegen den FSV Mainz 05 gelang Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg vor 24 352 Zuschauern in der Volkswagen Arena nicht der große Befreiungsschlag. Zuvor hatten sich die „Wölfe“ vor heimischem Publikum bereits von Hannover 96 und vom SV Werder Bremen mit diesem Resultat getrennt. Der VfL wartet damit seit April auf einen Heimsieg, Mainz feierte zuletzt im Februar drei Punkte auf fremden Platz.

Immer noch ungeschlagen, aber weiter ohne Sieg sind die Grün-Weißen somit auch nach dem dritten Spiel unter der Regie ihres neuen Trainers und Ex-Mainzers Martin Schmidt. Dabei sah es lange Zeit nach dem ersten Heim-„Dreier“ für den VfL aus, denn Mittelfeldspieler Josuha Guilavogui hatte die Wölfe mit seinem ersten Treffer seit November 2015 in der 55. Minute in Führung geköpft. Der Franzose zeigte gegen drei Mainzer Gegenspieler nach einer Rechtsflanke das beste Timing und netzte den Ball ein.

Doch auch die Gäste zeigten „Köpfchen“. In der 74. Minute überwand Yoshinori Muto VfL-Torhüter Koen Casteels. Der Belgier streckte sich vergeblich, der Ball senkte sich ins obere Dreieck des VfL-Gehäuses. In der Nachspielzeit sah der erst in der 79. Minute eingewechselte und kurz darauf mit Gelber Karte verwarnte Wolfsburger Paul-Georges Ntep wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (90.+2).

In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit waren die Rheinhessen das aktivere Team, ohne sich jedoch die ganz großen Szenen in Tornähe des VfL zu erspielen. Danny Latzas Schuss (16.) zielte knapp über den Querbalken, der spätere Ausgleichstorschütze Muto fand in der 25. Minute aus Nahdistanz in Casteels seinen Meister. Dem Wolfsburger Führungstor am nächsten kam in Durchgang 1 noch der Ex-Mainzer Yunus Malli (39.), der das Gästetor aber knapp verfehlte.

Die Wolfsburger taten sich lange Zeit schwer, gegen defensiv gut gestaffelte Mainzer, die von Mannschaftskapitän Stefan Bell umsichtig dirigiert wurden, in die torgefährliche Zone zu gelangen. Zu schematisch und ohne Überraschungsmoment suchten die „Wölfe“ den Weg nach vorne. Sollte es nach Ballverlusten des Gegners einmal schnell gehen, endeten viele Konterangriffe beider Teams oftmals vorzeitig.

In der zweiten Hälfte zeigten die Platzherren zunächst mehr Offensivdrang. Und beinahe wären sie dafür auch belohnt worden, doch Divock Origi verzog haarscharf. Die Enttäuschung der VfL-Fans über die ausgelassene Großchance des Belgiers dauerte aber nur 120 Sekunden, als Guilavogui beherzt einköpfte. Und doch endete der Spieltag für die Wolfsburger mit einer Enttäuschung. Muto raubte ihnen noch zwei der erhofften drei Punkte. Der nur 1,79 Meter große Japaner erzielte sein drittes Saisontor und ließ seine Mainzer jubeln. Kurios: Vier seiner letzten acht Bundesliga-Tore erzielte der nicht sonderlich große Angreifer per Kopf – eine Stärke des Mainzers, die die Wolfsburger in dieser Szene einfach missachteten.
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