Anzeige

Tomlin: „Wir brauchen Verstärkung“

Football: Der Lions-Cheftrainer hofft auf einen bekannten Co-Trainer und Einsatzbereitschaft.

Von Daniel Beutler, 02.01.2013.


Braunschweig.Vom ersten Tag an hat der neue Lions-Cheftrainer Troy Tomlin sich in die Arbeit gestürzt. Jetzt zum Jahreswechsel ist der US-Amerikaner gut anderthalb Monate im Amt und weiß, wo er den Hebel ansetzen muss.

„Es gibt eine Menge aufzuarbeiten. Das ist ähnlich wie 1994 nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga, nur das es jetzt ein neuer Anfang ist. Ganz klar ist, dass wir dafür Verstärkung brauchen, nicht nur aus der Region“, nennt Tomlin einen der wichtigsten Punkte seiner To-do-Liste. Bis Anfang Februar möchte der Cheftrainer den Kader komplett haben. „Dann muss Klarheit herrschen“, macht Tomlin deutlich. Er sucht aber nicht nur Spieler, sondern auch einen Co-Trainer. Der soll sich vornehmlich um die Abwehr kümmern. „Ich habe schon wen in Aussicht, aber noch ist kein Vertrag unterschrieben. Er hat auf jeden Fall Erfahrung in Europa, eine erstklassige Reputation und ich habe schon mit ihm gearbeitet“, verrät Tomlin.
Mit den Spielern und Trainern, die bereits hier sind, hat der neue Lions-Headcoach derweil schon Einzelgespräche geführt. Dabei ging es auch darum die Stärken und Schwächen der vergangenen Jahre auszumachen, vor allem aber um die Bereitschaft sich voll und ganz für das Team einzusetzen. „Jeder hat was dazubeigertragen und es ist deutlich geworden, dass es ein großes Problem ist, die Zeit und Prioritäten zu organisieren“, berichtet Tomlin, der deutlich sagt, dass er volle Einsatzbereitschaft von seiner Mannschaft fordert.
Bis jetzt haben gut 50 Spieler ihr Interesse bekundet, Teil der Lions 2013 zu werden. „Aber bis im Februar, wenn die Pässe unterschrieben sind, wird es in der Frage nur wenig geben, was ganz sicher ist“, meint Tomlin. Das macht es für ihn schwer, Spieler aus den USA zu suchen. Die Akteure aus dem Heimatland des American Football werden in jedem deutschen Team als Leistungsträger verpflichtet, nur für welche Positionen die Lions US-Spieler suchen, hängt auch davon ab, welche europäischen und deutschen Spieler Teil des Kaders werden. Recht sicher ist sich Tomlin, dass ein Quarterback kommen soll. Drei oder vier Spieler will er zusätzlich über den großen Teich holen und unter Berufung seiner Einschätzung, dass eigentlich jeder Mannschaftsteil besser werden muss als im Vorjahr, will er keinen Blick auf die Kandidatenliste zulassen.
Neben den personellen Entscheidungen lobt der Cheftrainer die Maxime „üben,üben,üben“ für die Zeit bis zum Saisonstart. „Es geht darum, schneller zu merken, was auf dem Feld passiert“, nennt Tomlin das Trainingsziel. Dafür werde es auch in diesem Jahr wieder in ein Trainingslager gehen. Wohin ist aber noch unklar. Sicher ist sich Tomlin allerdings, dass er zwei Testspiele vor dem Saisonstart absolvieren möchte. Für einen internationalen Wettbewerb wird der Headcoach die Lions nicht melden. „Eine Saison mir 14 Spielen, mit Playoffs sogar 17 Spielen reicht“, hat Tomlin kein Interesse an einer zusätzlichen Belastung. Und von denen will er mehr gewinnen als verlieren. „Nicht nur für uns, auch für die Fans macht es mehr Spaß, wenn am Ende mehr Siege als Niederlagen stehen“, sagt Tomlin und deutet damit an, dass er schon gerne in Playoffs möchte.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.