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Titelgewinn mit bitterem Beigeschmack

Die New Yorker Lions haben ohne große Mühe bei den Düsseldorf Panthern den Sieg geholt, der noch zum Gewinn der Meisterschaft in der Bundesliga-Nordgruppe fehlte. Die schwere Verletzung von Ersatz-Quarterback Dennis Dröge trübte die Stimmung jedoch gewaltig, ließ keine Freude über das 56:0 und den Titel aufkommen.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Im letzten Viertel, Lions-Cheftrainer Troy Tomlin hatte angesichts der deutlichen Übermacht schon vor der Halbzeitpause angefangen durchzuwechseln, schickte Tomlin mit Dennis Dröge den dritten Spielmacher auf das Feld. Der junge Nachwuchsspieler aus der eigenen Talentschmiede stand zum ersten Mal in der Bundesliga auf dem Feld, sollte Erfahrung sammeln und den deutlichen Vorsprung verwalten.

Das tat er auch drei Spielzüge recht ordentlich, im vierten dann der große Schreck. Vier Yards vor einem neuerlichen ersten Versuch spielten die Lions den Spielzug aus, statt zu punten. Dröge sah eine Lücke, stürmte hindurch und wurde getackelt. Dabei fiel er unglücklich auf einen Gegenspieler und ein weiterer auf sein Bein. „So weit wir bis jetzt sagen können ist wohl sein Schienbein gebrochen. Ob es noch mehr ist, müssen wir abwarten“, erklärte Lions-Pressesprecher Holger Fricke. Der Vergleich zwischen den Lions und Panthern war damit beendet. Notarzt und Krankenwagen mussten anrücken, um den Verletzten auf dem Feld zu versorgen. Die Cheftrainer beider Teams einigten sich darauf, das Spiel bei dem überdeutlichen Ergebnis zu beenden. Tolle Geste: Nach dem Abschlusshuddle kamen alle Spieler zu dem noch immer auf dem Feld liegenden Dröge und hatten aufmunternde Worte.
Im sportlichen Vergleich zuvor dominierten die Lions derweil nach Belieben. Einzig in der ersten Angriffsserie konnten die Gastgeber auf sich aufmerksam machen. Ihr Angriff kam bis an die Braunschweiger Sechs-Yard-Linie. Ein Quarterback-Sack von Maximilian Wessel trieb sie an die 20 zurück, das Fielgoal missglückte. Das war's mit gefährlichen Aktionen der Düsseldorfer. Der Braunschweiger Angriff im Gegenzug hatte keine Probleme. Jeder Ballbesitz wurde in Punkte umgemünzt und auf beiden Seiten des Balls bekamen die Reservespieler Einsatzzeit.
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