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Tigers stürzen Phantoms in den Abstiegskampf

Basketball-Bundesliga: 80:85-Niederlage der Phantoms gegen Tübingen.

Von Christoph Matthies, 18.11.2012

Braunschweig. Nach drei Niederlagen in Serie musste gestern schon ein Erfolgserlebnis im Heimspiel gegen Tübingen her, wollten die Phantoms nicht endgültig in den Abstiegsstrudel geraten. Das ehrgeizige Vorhaben wurde erneut zur Blamage: Mit einer 80:85 (45:41)-Pleite schlitterten die Phantoms noch tiefer in die Krise.

Vor allem in der Defense lief wenig nach Plan im Team des griechischen Cheftrainers Kostas Flevarakis. Zu oft kamen die Gäste aus Tübingen zu einfachen Punkten, immer wieder hieß es „hand down, man down“ – frei übersetzt: Ist die Hand des Verteidigers unten, hat der Werfer leichtes Spiel. Zehn Punkte von Casey Mitchell, dem offensiv Begabtesten in Reihen der Phantoms, hielten das Spiel nach dem ersten Viertel allerdings offen.
Noch vor der Pause erwachte dann das Wurfhändchen von Nils Mittmann zu neuem Leben. Der Phantoms-Kapitän, der in dieser Saison bisher nur vier Dreier getroffen hatte (18,7 Prozent), netzte in der 17. Minuten gleich zweimal von weit draußen ein.
Dass eine ordentliche erste Halbzeit nicht ausreicht, um in der BBL Spiele zu gewinnen, mussten die Braunschweiger erst jüngst im Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC erleben. Dementsprechend nervös reagierten die 2554 Zuschauer in der VW-Halle, wenn die Tigers einen kleinen Lauf starteten. So etwa Mitte des letzten Viertels, als die Gäste aus Süddeutschland gleich drei weit offene Dreier hintereinander zur 71:65-Führung trafen und damit, wie sich später zeigen sollte, das Spiel entscheidend zu ihren Gunsten drehten.
Zwar blieben die Phantoms in der Schlussphase auf Tuchfühlung, ein Dreier von Dennis Schröder 45 Sekunden vor Schluss (77:80) machte noch einmal Hoffnung. Die Verteidigung der Hausherren, nach der knappen Niederlage in Frankfurt von Flevarakis noch als eine der besten der Liga gelobt, ließ in diesem Viertel jedoch jegliche Zuordnung vermissen: Der sprichwörtliche „Hühnerhaufen“ wirkt organisierter. Profitieren konnte vor allem Tübingens Johannes Lischka, der mit 24 Punkten einen neuen Karriere-Höchstwert erzielte.
Nach der siebten Pleite im neunten Spiel stehen die Phantoms auf Rang 17 der BBL-Tabelle – einem Abstiegsplatz.
Für die Phantoms punkteten: Mitchell 17, Nana 10, McFadden 10, Boateng 10, Schneiders 9, Mittmann 8, Schröder 8, McElroy 5, Kulawick 2, Land 1.
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