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„Tendenz geht in die richtige Richtung“

Machte einige Chancen der Nürnberger zunichte: Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic. Foto: Hübner

Fußball: Eintracht am Freitag gegen Aue – Schönfeld, Omladic und Reichel kehren zurück.

Von Elmar von Cramon, 14.02.2017.

Braunschweig. Mit einem couragierten Auftritt erzielten Eintrachts Zweitliga-Fußballer beim 1:1 in Nürnberg einen verdienten Teilerfolg. Am kommenden Freitag (Anstoß 18.30 Uhr) ist nun Aufsteiger Erzgebirge Aue im Eintracht-Stadion zu Gast, gegen den sich die Blau-Gelben im Hinspiel mit 2:0 durchsetzen konnten. Die Elf von Pavel Dotchev steht mittlerweile unter Zugzwang, nachdem sie am vergangenen Wochenende auf den letzten Tabellenplatz gerutscht ist.

„Von der gezeigten Leistung war ich angetan, die Mannschaft hat vieles von dem, was wir uns nach dem verlorenen Spiel gegen St. Pauli vorgenommen hatten, umgesetzt“, war Torsten Lieberknecht zufrieden, dass fast alle Maßnahmen in taktischer und personeller Hinsicht gegen den FCN „gefruchtet haben“.
Die klareren Möglichkeiten, die Partie mit drei Punkten zu beenden, sah er aufseiten seiner Elf, erkannte aber auch einige Chancen bei den Nürnbergern: „Wir hatten einen Lattentreffer zu verzeichnen und einen Ball, der auf der Linie geklärt wurde. Durch die letzte Aktion des Spiels kann allerdings auch Nürnberg die Partie für sich entscheiden und hat uns auch zuvor in einigen Phasen unter Druck gesetzt.“
Einige Chancen der Gastgeber machte Jasmin Fejzic in überragender Manier zunichte, trotzdem sah sich der Coach im Fernsehen mit der Frage konfrontiert, ob das Gegentor nicht haltbar gewesen sei. Er brach deshalb erneut eine Lanze für seinen Keeper: „Jassi hat in der ganzen Saison noch keinen einzigen Bock geschossen, Diskussionen über seine Leistung finde ich absolut überzogen. Umso mehr freut es mich, dass er sich davon nicht beeindrucken lässt.“
Auch vom eigenen Anhang wünscht sich Lieberknecht gelegentlich mehr Unterstützung einzelner Spieler, wie zum Beispiel bei Mirko Boland: „Auf jemanden wie Bole, der seit Jahren alles für den Verein gibt, lasse ich nichts kommen. Unsere Spieler verdienen es, dass man ihnen Vertrauen entgegenbringt. Sich auf einzelne Akteure einzuschießen hilft bloß den anderen Mannschaften.“
Zur Beurteilung der Gesamtsituation möchte er deshalb auch nicht nur die zuletzt vier sieglosen Spiele herangezogen wissen: „Wir sind voll im Aufstiegsrennen, das bedeutet, dass die Mannschaft bei ihrer Arbeit bislang sehr vieles richtig gemacht hat. In diesem Kalenderjahr geht die Tendenz ebenfalls in die richtige Richtung, auch wenn uns die Punkte aus dem Spiel gegen St. Pauli fehlen.“
Der Trend soll nun gegen Aue endlich in drei Punkte umgemünzt werden, auch wenn Lieberknecht wie gewohnt davor warnt, den Gegner nach seinem Tabellenstand zu beurteilen: „Sie hätten gegen Fürth gewinnen können und haben vor kurzem Heidenheim geschlagen. Schon im Hinspiel haben sie gegen uns ihre Berechtigung, in der 2. Liga zu spielen, unter Beweis gestellt.“
Für die Partie gegen Erzgebirge Aue stehen dem 43-Jährigen die gegen Nürnberg gesperrten Patrick Schönfeld, Ken Reichel und Nik Omladic wieder zur Verfügung und sie heizen den Konkurrenzkampf im Training unter der Woche an. Umstellungen sind deshalb mehr als wahrscheinlich, Überraschungen in der Startelf schließt Lieberknecht ausdrücklich nicht aus: „Die gibt es bei mir immer.“
So könnten sie spielen Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Ofosu-Ayeh - Schönfeld (Boland), Correia - Hernandez, Omladic (Hochscheidt) - Kumbela (Biada), Nyman.
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