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„Team ist hungrig auf Erfolg“

Gibt Anweisungen: Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Hübner

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht spricht über seine Wünsche für die neue Saison.

Von Elmar von Cramon, 01.08.2014.

Braunschweig. Wenige Tage vor Saisonbeginn sprach die nB mit Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht über die Vorbereitung seines Teams und seine Wünsche für die neue Spielzeit.

?Herr Lieberknecht, wie sehen Sie Ihre Mannschaft vor dem Start in die neue Spielzeit?

!Unabhängig vom Resultat des letzten Vorbereitungsspiels sehe ich eine Mannschaft, die hungrig auf Erfolg ist. Aufgrund der Neuverpflichtungen, taktischen Neuerungen und der teilweise neuen Hierarchie wird sie aber trotzdem noch ein gewisses Zeitpolster brauchen. Durch ihren Hunger auf Erfolg und Willen ist sie dennoch in der Lage, sich von Beginn an sehr positiv zu entwickeln, davon bin ich überzeugt.

?Die Vorbereitung endete mit fast ausschließlich guten Resultaten. Sehen Sie dies als Bestätigung für die Änderungen bei der Herangehensweise, wie zum Beispiel dem verkürzten Trainingslager?

!Wichtig war für uns nach dem Abstieg, etwas Neues zu machen. Wir wollten den Spielern neuen Input geben und auch ein Stück weit aus dem bekannten Trott herausholen, der sich in den vergangenen Jahren zwangläufig entwickelt hat.
Für die Spieler gehörte es somit dazu, sich auf die veränderte Situation einzustellen und zu wissen, dass etwas Neues kommt. Wenn man den gesamten Verlauf der Vorbereitung sieht, ist dem Team das sehr gut gelungen, deshalb kann man auch von einer sehr guten Vorbereitung sprechen. Mit unseren Maßnahmen haben wir innerhalb der Mannschaft eine extrem hohe Motivation erzeugt.

?Was nimmt Ihre Mannschaft aus dem Jahr in der 1. Bundesliga für die neue Saison mit?

!Die Gewissheit, dass sie sich auf ganz hohem Niveau weiterentwickelt hat und gelernt hat, mit dem Spieltempo in der Bundesliga umzugehen.
Es wäre schön, wenn meine Mannschaft dies auch in der 2. Liga umsetzen könnte und sich nicht anpasst. Gleichzeitig besitzt das Team aber auch die Charakterstärke, nicht mit dem Denken einer Erstligamannschaft in die 2. Bundesliga zu gehen. Meine Jungs gehen diese Herausforderung respektvoll an und mit dem Wissen, dass die Intensität genauso hoch ist wie in der 1. Bundesliga.

?In den vergangenen Jahren wurde Ihre Mannschaft häufig unterschätzt. Sehen Sie Ihr Team als Erstligaabsteiger nun in den Kreis der Favoriten gedrängt?

!Es ist normal, dass Du als Erstligaabsteiger von außen ein Stück weit in diese Position gebracht wirst. Das hängt aber auch mit den Phrasen und Floskeln zusammen, die üblicherweise in diesem Zusammenhang fallen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Aufmerksamkeit nicht auf uns, sondern auf anderen Teams liegt, und das ist gut.

?Was wünschen Sie sich für einen gelungenen Saisonverlauf ?

!Wenn wir wie in den Vorjahren am Schluss feststellen, dass sich die neu zusammengestellte Mannschaft mit interessanten, jungen und entwicklungsfähigen Spielern so stabilisiert hat, dass sie sich unter den 25 deutschen Topteams eingliedern kann. Schaffen wir das, haben wir mit dem Verein einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, der ja eigentlich erst später vorgesehen war. Durch den Erstligaaufstieg sind wir nun vielleicht schon früher als geplant in der Lage, diesen Entwicklungsschritt zu vollziehen. Trotzdem gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass die 2. Liga eine starke Spielklasse ist und durchaus unangenehm sein kann. Von unseren Fans wünsche ich mir, dass sie weiterhin so zahlreich wie bisher ins Stadion strömen und die Mannschaft wie in den vergangenen Jahren grandios unterstützen.
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