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Super: Eintracht besiegt den HSV

Wird von seinen Mitspielern feucht-fröhlich gefeiert: Eintrachts dreifacher Torschütze Domi Kumbela. Foto: Susanne Hübner

1. Fußball-Bundesliga: 4:2-Erfolg für die Löwen – Drei Tore von Kumbela – HSV-Coach entlassen.

Von Elmar von Cramon, 16.02.2014.

Braunschweig. Nach der Partie stand das Stadion gestern Kopf. Mit 4:2 (0:1) besiegte Eintracht den HSV.

Dank einer unglaublichen Leistungssteigerung gegen den Abstiegskonkurrenten können Braunschweigs Erstliga-Fußballer weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Held des Tages war Domi Kumbela, dem nach seiner Einwechslung gleich drei Treffer gelangen. Trotz Rückstand und zwischenzeitlichem Ausgleich kämpften die Löwen den am Ende desolaten Bundesliga-Dino noch nieder, der mit dieser Niederlage noch tiefer in den Abstiegsstrudel rutschte und gestern noch seinen Trainer entließ.
Eintracht begann mutig und deutete mit einigen Vorstößen Torgefahr an. Auf der Gegenseite prüfte Pierre-Michel Lasogga Eintracht-Keeper Daniel Davari per Fernschuss (10.). Beide Teams schenkten sich in der Folge nichts: Die Brisanz der Partie wurde anschließend deutlich, als sich Dennis Diekmeier und Karim Bellarabi nach einer Rangelei die Gelbe Karte abholten (16.).
Den „blau-gelben“ Offensivbemühungen mangelte es an Durchschlagskraft, und plötzlich lag der HSV überraschend in Führung, als sich Lasoggas Kopfball nach einem Einwurf über Davari ins Tor senkte (23.).
Die Blau-Gelben taten sich weiterhin schwer, zu klaren Chancen zu kommen, ein Flachschuss von Mirko Boland wurde zur sicheren Beute von HSV-Torwart René Adler (27.). Davari lenkte auf der Gegenseite einen Freistoß von Rafael van der Vaart um den Pfosten (36.).
Bis zur Pause gelang es den Hausherren nicht, die HSV-Abwehr entscheidend in Bedrängnis zu bringen, ein Schuss von Norman Theuerkauf flog rechts am Tor vorbei (40.).
Zur zweiten Hälfte kam Domi Kumbela in die Partie und sorgte sofort für einen Paukenschlag: Eine Flanke von Bellarabi ließ Adler im Fünfmeterraum klatschen, sodass der Torjäger zum umjubelten Ausgleich abstaubte. Der HSV blieb gefährlich, doch Boland klärte einen Kopfball von Marcell Jansen auf der Torlinie (57.). Eintracht zeigte sich unbeeindruckt und wurde erneut belohnt, als Kumbela einen scharf getretenen Boland-Freistoß aus kurzer Entfernung über die Linie drückte.
Der HSV warf alles nach vorn, was Eintracht Raum zum Kontern brachte. Doch Adlers Glanzparade verhinderte zunächst Kumbelas dritten Treffer (66.), und dann fischte er auch Bellarabis Freistoß aus dem Winkel (69.). Die Hamburger versuchten mit dem Mut der Verzweiflung zum Ausgleich zu kommen und hatten prompt Erfolg. Eine Hereingabe von Diekmeier landete bei Ivo Ilicevic, der die Kugel aus elf Metern ins Tor bugsierte.
Eintracht ließ sich nicht beeindrucken und wollte den Sieg mit aller Macht. Nach einem Bellarabi-Freistoß zeigte sich Adler erneut unsicher, Marcel Correia brachte den Ball zurück in die Gefahrenzone, wo Kumbela den Wahnsinn perfekt machte mit seinem dritten Treffer. Im Gegenzug rettete Davari mit einer Glanzparade gegen Ilicevic (87.), bevor ein Konter die endgültige Entscheidung brachte: Bellarabi zog auf und davon, düpierte Heiko Westermann und Tolgay Arslan und legte auf Jan Hochscheidt zurück, der mit dem Schlusspfiff sein erstes Bundesligator erzielte.
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