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Stimmung war europapokalreif

Fans: nB-Geschäftsführer Dieter Bührmann und Mediaberater Martin Zimmer. Foto: oh

Fußball: Eintracht-Fans machen aus dem Gastspiel in Wolfsburg eine Heimpartie.

Von Robin Koppelmann, 06.10.2013.

Wolfsburg. Sie kamen mit dem Zug, mit Autos, den Gerüchten nach auch mit Fahrrädern und sogar mit einem Schiff: Es ist schwer zu schätzen, wie viele Eintracht-Fans sich tatsächlich gestern unter die 30 000 Zuschauer in der ausverkauften Volkswagenarena in Wolfsburg gemischt hatten. Sicher ist jedoch: Der Auftritt der wohl an die 10 000 „Löwen“-Fans war sprichwörtlich europapokalreif.

Karsten König, Leiter des Braunschweiger Fanprojekts, zog auf der Rückreise ein positives Fazit: „Auf dem Hinweg gab es eine brenzlige Situation, ansonsten waren die Fans aber absolut friedlich“, erklärte König, der damit wohl auch auf den Fanmarsch der Eintracht-Anhänger abzielte. Diese hatten sich geschlossen am Wolfsburger Bahnhof gesammelt und wollten von dort aus zu Fuß zum Stadion gehen – unterwegs kam es jedoch zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei, in dessen Verlauf auch Bierflaschen geworfen wurden.
Gleichwohl war der Auftritt der großen Masse der Eintracht-Fans erneut vorbildlich und sorgte aufgrund der tollen Stimmung bundesweit für positive Schlagzeilen. So hatten Wolfsburger Ultras während des Spiels ein provokantes Spruchband präsentiert und darin Eintrachts vermeintliche Unbekanntheit in Europa auf die Schippe genommen: Die blau-gelben Fans konterten mit ihren nun schon mehrfach gesungenen „Europapokal“-Gesängen, die insbesondere nach Domi Kumbelas entscheidendem 2:0 eindeutig die Arena dominierten.
Karsten König hatte bereits am Morgen „europäische“ Luft geschnuppert. Er war mit rund 290 weiteren Anhängern auf dem Schiff „MS Präsident“ angereist: „Als wir auf Höhe Wenden unter Brücken hindurchfuhren, standen überall Fans und feierten: Es wurde lautstark ‚Europakanal’ gesungen“, erzählte der Fanarbeiter.
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