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Stich gewinnt und verliert

Tennis: Der Turnierdirektor siegte im Einzel der Senior Classics, unterlag aber im Doppel.

Von Daniel Beutler, 26.06.2011

Braunschweig. Einiges an Szenenapplaus, aber kaum Lacher bekamen die fünf Tennis-Cracks, die gestern mit den Senior Classics die Sparkassen Open sportlich einleiteten.

Vier ehemalige Tennisprofis spielten gestern im Rahmen des ATP-Challenger-Turniers im Bürgerpark auf dem Center Court. Zusammen 164 Jahre alt und mit etlichen Titel im Gepäck. Da drückte Jaan-Frederick Brunken, mit einer Wild-Card ab Dienstag im Hauptfeld, mit seinen 20 Jahren das Alter ganz schön. Brunken wurde von Turnierdirektor Michael Stich als Ersatzmann für den Spanier Sergi Bruguera eingespannt.
Der zweifache French-Open-Sieger hatte sich zuvor im Einzel gegen Stich eine Oberschenkelverletzung zugezogen. „Wahrscheinlich, weil ich ihn immer von links nach rechts gescheucht habe“, meinte Stich verschmitzt und fügte an: „Sergi ist einer, der nur aufgibt, wenn es wirklich nicht mehr geht.“ Den ersten Satz hatte der Wimbledonsieger von 1991 gegen Bruguera mit 7:5 gewonnen, im zweiten Satz musste der Spanier beim Stand von 3:3 aufgeben. Bis dahin hatten beide ansehnliches Tennis gezeigt, dass nur selten von kleineren Fehlern, und einem kurzen Regenschauer, unterbrochen wurde.
Die leichten Fehler häuften sich dann aber beim Doppel, das Stich und Brunken gegen Nicolas Kiefer und den Schweden Anders Jarryd bestritten. Das deutsche Duo schlug viele Bälle ins Netz oder Aus und verlor verdient, nach nur etwas mehr als einer halben Stunde, mit 4:8. Unter dem Aspekt des Tennistainments bot das Doppel aber mehr Unterhaltung als das Einzel, blieb trotzdem weit hinter den Vorjahren zurück. So werden sich einige der Zuschauer gern an 2009 erinnert haben, als das Duo Henri Leconte und Mansour Bahrami mehr Quatsch machte, als Tennis spielte. Außer den Ballkindern, die die beiden fürchten mussten. Die hatten dieses Jahr einen gemächlichen Start in das Turnier, das heute richtig los geht.
Ab 10 Uhr beginnt die Qualifikation für das Hauptfeld. Am Montag stehen dann jene vier Spieler fest, die den Sprung in das 32er-Hauptfeld geschafft haben, das am Dienstag startet.
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