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„Stehaufmädchen“ Lehnert nach drei Sätzen im Finale

Tennis: Braunschweigerin kämpft beim Women’s Open um den Titel.

Von Christoph Matthies, 26.08.2012

Braunschweig. Tennis-Ass Katharina Lehnert darf bei den Women’s Open von ihrem ersten Turniersieg träumen – und das ausgerechnet in ihrer Heimatstadt. Gegen die russische Qualifikantin Ekaterina Alexandrova gelang der Braunschweigerin gestern Abend ein hart umkämpfter Dreisatz-Erfolg. Am heutigen Sonntag um 14.30 Uhr wird das Finale des Damenturniers im Bürgerpark ausgetragen.

Beim Stand von 1:5 im ersten Satz aus Sicht von Katharina Lehnert dominierten die Schwarzseher auf der sehr gut besuchten Sitztribüne von Platz elf der BTHC-Tennisanlage. „Die Russin ist die klar bessere Spielerin. Der zweite Satz wird ein 6:0“, unkte ein selbst ernannter Tennisexperte fortgeschrittenen Alters – und irrte sich gewaltig in der 18-Jährigen, die bereits zweimal zu Braunschweigs Sportlerin des Jahres gekürt wurde.
Schon im ersten Satz kam Lehnert noch zurück, musste sich aber im Tiebreak doch geschlagen geben. Im zweiten Satz machte sie es dann besser: Nach erneutem Rückstand von zwei Breaks (0:3) schaffte die Nummer 491 der Weltrangliste wieder ein Comeback und holte sich den Satz noch mit 6:4. Im finalen Durchgang (6:3) war der Widerstand der Russin dann endgültig gebrochen, „Stehaufmädchen“ Lehnert zog in das zweite Finale ihrer Karriere ein – und die letzten Unken waren endgültig verstummt. „Ich dachte, es wäre schon vorbei, aber ich habe trotzdem versucht, weiter aggressiv zu spielen“, beschrieb die siegreiche Braunschweigerin nach dem Match ihre Gedanken zu Beginn des zweiten Satzes. Heute soll nun der Turniersieg gelingen.
Gegnerin von Katharina Lehnert im Finale ist die Niederländerin Cindy Burger, die sich in einer hochspannenden Begegnung gegen Anna Klasen aus der Otterstadt Hankensbüttel durchsetzte. Gleich zweimal ging die Partie ins Tiebreak, wo die 19-jährige Burger schließlich die besseren Nerven behielt (7:6, 7:6). „Ich hätte nie erwartet, ins Finale zu kommen. Ich habe zuletzt wirklich schlecht gespielt und dachte, dass vielleicht die zweite Runde drin wäre“, freute sich die Nummer 791 der Welt über den unverhofften Erfolg.
Gegen ihre heutige Widersacherin aus Braunschweig musste sich Burger bisher zweimal geschlagen geben. „Dieses Finale ist eine schöne Gelegenheit für eine Revanche“, findet die junge Frau aus den Niederlanden.
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