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Steffen Bohl: „Ich arbeite daran, beim Trainingsstart topfit zu sein“

Fußball: Für Eintrachts Mittelfeldspieler neigt sich die lange Rehazeit dem Ende zu.

Von Elmar von Cramon, 25.04.2012

Braunschweig. Während seine Teamkollegen in knapp zwei Wochen den letzten Punktkampf der aktuellen Spielzeit in der 2. Fußball-Bundesliga absolvieren, geht es für Steffen Bohl jetzt erst richtig los. Rund fünf Monate nach seinem im Heimspiel gegen den VfL Bochum erlittenen Kreuz-bandriss neigt sich die lange Rehazeit dem Ende zu: „Ich habe zwar noch ein paar Stellen, an denen das Knie drückt, freue mich aber über die Fortschritte“, sagt Bohl, der mit Reha- und Athletikcoach Jürgen Rische bereits Balltraining absolvierte.

Die „erste große Verletzung überhaupt“ hatte der Allrounder dabei von Anfang an als Herausforderung betrachtet: „Das ist nun mal Berufsrisiko, es gibt schlimmere Schicksalsschläge.“ Geholfen hat dem 28-Jährigen während der Rehazeit in Mainz auch die Anwesenheit seines Teamkollegen Matthias Henn, den ein paar Wochen zuvor das gleiche Schicksal ereilte, und der bereits zuvor einen Kreuzbandriss hinter sich hatte: „Er hat mich gleich nach der Verletzung angerufen und mir erklärt, wie es abläuft. Außerdem kann man sich während der Reha gegenseitig motivieren.“
Auch die Tatsache, dass er als gebürtiger Bad Dürkheimer in der Nähe seiner Heimat war und bis 2011 beim unweit entfernten SV Wehen-Wiesbaden unter Vertrag stand, wirkten sich positiv aus: „Ich habe viele Verwandte und ehemalige Mitspieler getroffen.“ Im Gegenzug habe er jedoch den Fußballer-Alltag vermisst: „Es fehlen einem Dinge, wie die positive Anspannung während der Saison und die Kabinenatmosphäre.“
Dementsprechend groß war dann auch immer die Freude, zu Heimspielen in die Löwenstadt zurückzukehren. Abwechslung vom Reha-Alltag, der fast immer eine 40-Stunden-Woche umfasste. Als der Klassenerhalt feststand, war die Freude ebenfalls groß. Auch weil sich sein Kontrakt damit um ein weiteres Jahr verlängerte, und er so die Chance bekommt, seinen 52 Erst- und Zweitliga-Spielen weitere hinzuzufügen: „Man möchte das Vertrauen des Vereins natürlich zurückzahlen, deshalb heißt es jetzt für mich, Gas zu geben.“
Beim letzten Saisonspiel gegen den FC Ingolstadt wird er auf der Tribüne sitzen und die Daumen für einen Heimsieg drücken: „Wir haben unser Saisonziel frühzeitig erreicht und wollen die Spielzeit jetzt gut abschließen. „Während seine Kollegen danach in den Urlaub starten können, geht es für Bohl zurück auf den grünen Rasen: „Vielleicht fahre ich mal ein Wochenende weg, ansonsten werde ich daran arbeiten, zum Trainingsstart topfit zu sein.“
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