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Starkes Trio sichert den ersten Löwen-Heimsieg

Mit 16 Punkten im dritten Viertel läutete Keaton Grant gegen Crailsheim die Wende ein. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Braunschweig schlägt die Crailsheim Merlins mit 91:80 (41:43).

Von Christoph Matthies, 08.11.2015.

Braunschweig. Ein überragendes drittes Viertel von Keaton Grant legte den Grundstein für den ersten Löwen-Heimsieg der Saison. Am Sonntagabend hieß es vor 2650 Basketballfans in der Volkswagenhalle 91:80 für die Hausherren, die nach sieben Partien weiterhin das Verfolgerfeld um die Playoff-Plätze anführen.

Auch Center Kenny Frease, dem ein Double-Double gelang (20 Punkte, 12 Rebounds) und Allrounder Tyrone Nash (15 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) zeigten tolle Leistungen gegen die Süddeutschen, die nach zwei deftigen BBL-Packungen etwas zu beweisen hatten. Und so spielten die Merlins zunächst mit der Energie, die sie an ihren guten Tagen auszeichnet. Zudem hatten sie mit Center-Routinier Adam Chubb einen eiskalten Vollstrecker. Per Korbleger oder mit sicherem Händchen aus der Mitteldistanz erzielte Chubb neun Zähler zur 20:17-Gästeführung nach zehn Minuten.

Das spannende Duell zwischen Kenny Frease und Adam Chubb (am Ende 20 Punkte) wurde nach drei Minuten im zweiten Abschnitt unterbrochen, als der Crailsheimer mit seinem dritten Foul auf die Bank musste. Frease nutzte die Abwesenheit seines Gegenübers, der knappe Rückstand der Löwen wurde durch einen Korbleger von Corny Adler in der 16. Minute schließlich egalisiert (33:33). Kurz zuvor hatte Kapitän Nico Simon einen irren Notwurf aus acht Metern mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr im Korb versenkt – ein gutes Omen für den weiteren Spielverlauf, wenn man so wollte. Die Gäste nahmen allerdings eine knappe 43:41-Führung mit in die Pause. „Wir waren defensiv nicht so bissig und offensiv zu zögerlich“, erklärte Löwen-Coach Raoul Korner die mittelmäßige erste Hälfte.

Nach der Pause riss dann ein Löwe die Partie an sich, der in der ersten Halbzeit noch gar nichts auf die Kette bekommen hatte. Keaton Grant traf jetzt nach Belieben: Egal ob per Korbleger im Schnellangriff oder aus der Distanz, der Amerikaner, eine der talentiertesten Offensivkräfte der Liga, war „on fire“ und demütigte seine Gegenspieler förmlich. Von drei Punkten vor der Pause schraubte der Shooting Guard sein Punktekonto auf 19 Zähler hoch. „Keaton hat uns im dritten Viertel auf die Schultern genommen, in seinem Windschatten ist das ganze Team marschiert“, hob auch der Löwen-Coach Grants herausragenden Auftritt hervor, der das Momentum in Richtung der Löwen drehte. Mit 68:57 gingen die Gastgeber in den Schlussabschnitt.

Bis auf sechs Punkte verkürzten die Merlins diesen Rückstand nach 32 Minuten, ehe die Löwen endgültig den Deckel zumachten. Josh Gasser, Tyrone Nash und Grant erhöhten bis Mitte des Schlussviertels auf 77:62. Als Crailsheim einen letzten Run startete, sorgten Kenny Frease und Tyrone Nash für die schönste Aktion der Partie. Der bullige Center nutzte einmal mehr sein gutes Auge, um den athletischen Nash, der zum Korb gestartet war, mit einem präzisen Anspiel zu füttern. Das Ergebnis: Ein krachender Dunking, der das Publikum mitriss und die Merlins endgültig entmutigte (79:66). Als Lucas Gertz zweieinhalb Minuten vor Spielende per Dreier auf 87:69 erhöhte, war klar, dass der Gast aus Crailsheim trotz passablem Start mit leeren Händen den langen Heimweg antreten würde.

Für die Löwen punkteten: Grant 21, Frease 20, Nash 15, Needham 10, Gasser 8, Stevens 6, Gertz 5, Simon 3, Adler 2, Theis 1.
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