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Starker Start ins Schlussviertel zieht Bayreuth den Zahn

Topscorer bei den Löwen: Dru Joyce erzielte 16 Punkte. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Löwen wahren mit 71:61-Auswärtssieg ihre Playoff-Chancen.

Von Christoph Matthies, 19.04.2015.

Braunschweig. Es ist noch alles drin für die Löwen-Basketballer in ihrem Ringen um die Playoff-Teilnahme in der Basketball-Bundesliga. Nach der Niederlage am Freitag in Ludwigsburg konnte das Team von Cheftrainer Raoul Korner am Sonntagnachmittag einen wichtigen 71:61 (27:31)-Erfolg feiern. Schlüssel zum Sieg beim Tabellenfünfzehnten Bayreuth war eine bissige Defensive in der zweiten Spielhälfte.

Nur 27 Punkte in einer Halbzeit sind eigentlich zu wenig für ein Team, das in der Basketball-Bundesliga in die Playoffs möchte. Bemerkenswert an der offensiven Vorstellung der Löwen in Halbzeit eins war auch das Spiel am Perimeter: Gerade mal zwei Würfe nahmen die Braunschweiger in den ersten 20 Minuten von der Dreipunktelinie, rekordverdächtig wenige. Treffer? Fehlanzeige. Die wenigen Punkte wurden also am Brett erzielt, die Center Kyle Visser (7) und Maurice Pluskota (5) hielten die Löwen im Spiel. Tim Abromaitis, ansonsten bester Punktesammler der Gäste, wurde von Bayreuth dagegen gut zugemacht, erzielte seine beiden einzigen Punkte der ersten Halbzeit an der Freiwurflinie.

Gerade vom Amerikaner mit litauischen Wurzeln musste also mehr kommen in der zweiten Halbzeit – und Abromaitis antwortete in einer wichtigen Phase: Mitte des dritten Viertels traf er zwei Dreier in Folge (40:39). Zum X-Faktor in der Offensive wurde nun allerdings einer, der vor der Saison aus Bayreuth an die Oker gewechselt war: Nicolai Simon fing 90 Sekunden vor Ende des Viertels Feuer, traf erst einen langen Zweier, dann einen Dreier zur 47:46-Löwenführung und mit der Viertelsirene noch einen Tip-In zum 49:49. Auch zu Beginn des Schlussabschnitts blieb Simon heiß, verwandelte einen weiteren Dreier zur 52:49-Führung. Das Momentum war gewechselt, zumal die Bayreuther nun auch mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Wenig später erhöhte Dru Joyce mit einer seiner patentierten Zonen-Attacken auf sechs Punkte Vorsprung (55:49).

Weniger als sechs Minuten waren noch zu spielen, als Kyle Visser einen Fehlwurf von Tim Abromaitis in den Korb zurück tippte und auf 57:49 erhöhte. Zeit für erste Durchhalteparolen des Bayreuther Hallensprechers, zumal die Löwen den Gastgebern in dieser Phase offensiv nichts mehr erlaubten. Als Dru Joyce fünf Minuten vor Schluss die erste zweistellige Führung herstellte (59:49), hatten die ersatzgeschwächten Bayreuther in Durchgang vier noch nicht ein Pünktchen erzielt.

Die Vorentscheidung brachte Dru Joyce mit einem Dreier zweieinhalb Minuten vor Schluss, der auf 64:49 erhöhte. Nur wenige Sekunden später war es erneut der kleine Aufbauspieler, der den Vorsprung von „Downtown“ auf 67:50 ausbaute. Der abschließende Schlussspurt der Gastgeber kam zu spät, der Braunschweiger Sieg geriet nicht mehr in Gefahr – und die Löwen können drei Spieltage vor Ende der BBL-Hauptrunde weiterhin von den Playoffs träumen.

Für die Löwen punkteten: Joyce 16, Abromaitis 10, McElroy 10, Simon 10, Visser 9, Pluskota 6, Lockett 6, Allen 4.
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