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Spiel mit offenem Schlagabtausch und viel Gesprächsstoff

Die VfL-Spieler jubeln nach dem 2:1 durch Mario Gomez. Foto: regios24/Darius Simka

1. Fußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg und Hertha BSC trennen sich 3:3 – Heimspiel am 18. November gegen den SC Freiburg.

Von Reinhard Matzick, 07.11.2017.
 

Wolfsburg. Bereut hat sein Kommen am Sonntagabend keiner der gut 25 000 Zuschauer in der Volkswagen Arena. Die Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und Hertha BSC lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, trennten sich letztendlich 3:3 (2:1)-Unentschieden, lieferten nicht nur sechs Tore, sondern auch jede Menge Gesprächsstoff für die Heimreise.

Doch der Reihe nach: Pünktlich um 18 Uhr pfiff Schiedsrichter Robert Kampka die abschließende Begegnung des elften Spieltages an und 20 Sekunden später jubelten die Gäste, sorgten für Stille in der VfL-Fankurve. Vedad Ibisevic hatten die grün-weißen Abwehrspieler aus den Augen verloren und der Berliner Mittelstürmer ließ sich nicht lange bitten, vollendete aus 14 Metern. Die Verwunderung war groß, die Zuschauer jedoch fingen sofort an, die Heimmannschaft zu unterstützen. Diese nahm die Anfeuerung dankend an, schüttelte sich kurz und machte sich an die Aufholjagd.

Bevor jedoch der Ausgleich gelang, waren die Kicker und die Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Zweimal zeigte der Schiedsrichter bereits Richtung Anstoßkreis, zweimal verkündete der Stadionsprecher das 1:1 zur Tormusik und zweimal nahm der Unparteiische seine Entscheidung zurück. Per Videobeweis wurde eine Abseitsstellung von Mario Gomez (5.) und Daniel Didavi (27.) belegt. In der 20. Minute hatten sich die Fans der Grün-Weißen ebenfalls bereits zum Jubeln fertiggemacht, doch Mario Gomez setzte den berechtigten Strafstoß, Didavi war gefoult worden, an den Querbalken.
Doch die starken Hausherren ließen sich nicht beeindrucken und erspielten sich weitere Chancen. Nach einer genialen Flanke von Divock Origi köpfte Yunus Malli das 1:1 (41.). Dann zeigte der agile Mario Gomez seine ganze Klasse. Nach feinem Pass von Didavi lief er auf Hertha-Keeper Rune Jarstein zu und schob mit Hilfe beider (!) Pfosten ein (44.).
Wer dachte, in Hälfte zwei lassen es die Akteure ruhiger angehen, sah sich getäuscht. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld gewann Karim Rekik das Kopfballduell gegen Anthony Brooks, und der Ball segelte über den schlecht positionierten Koen Casteels zum 2:2-Ausgleich (53.) ins Netz. Sieben Minuten später die Antwort des VfL: Robin Knoche verlängerte eine Didavi-Ecke, Origi drückte den Ball am langen Pfosten über die Linie – die erneute Führung.

Am Ende hat es dennoch nicht zum ersten Sieg unter Trainer Martin Schmidt gereicht. Herthas Coach Pal Dardai wechselte mit Davie Selke einen zweiten Stürmer ein und der stand goldrichtig, erzielte in der 83. Minute im zweiten Versuch, nach dem er vorher noch an Wolfsburgs Keeper gescheitert war, den 3:3-Endstand.

Ein kurioses Spiel mit einem hohen Unterhaltungswert ging zu Ende. Der VfL lieferte wohl seine beste Saisonleistung ab, zufrieden waren die Verantwortlichen der Wolfsburger dennoch nicht. Mit dem siebten Unentschieden in Folge verpasste das Team den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld. Platz 14 und die gefährliche Nähe zur Abstiegszone lassen den Druck vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am 18. November nicht kleiner werden.
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