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„Spiel ist wichtig für die Region“

Fußball-Regionalliga: Eintracht braucht am Sonnabend Sieg gegen Dortmund und Schützenhilfe

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Die Spannung steigt vor dem großen Saisonfinale bei den Regionalligafußballern von Eintracht. Am Sonnabend um 13.30 Uhr wird sich in der Partie gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund entscheiden, ob die Blau-Gelben in der kommenden Saison dritt- oder viertklassig spielen.

„Wir werden uns genauso wie sonst auch intensiv und konzentriert vorbereiten“, kündigt Torsten Lieberknecht an. Der Eintracht-Coach verzichtet bewusst auf besondere Maßnahmen wie ein Kurztrainingslager, damit die Spieler die Spannung, die sich auch im Vereinsumfeld und bei den Fans in der Stadt aufbaut, mitbekommen: „Die Spieler sollen ruhig aufschnappen, wie wichtig diese Partie für die Region ist“, erklärt der 34-Jährige und führt als Beispiel die lange Schlange von Kartenkäufern vor der Geschäftsstelle an.
In puncto Spielausgang ist klar, dass nur ein Sieg die Chance auf die eingleisige dritte Liga aufrechterhält, zusätzlich müssen Emden (gegen Wolfsburg II) oder Essen (gegen Lübeck) verlieren beziehungsweise unentschieden spielen. Außerdem darf der 1. FC Magdeburg nicht zu hoch in Wuppertal gewinnen, da die Elbestädter bei Punktgleichheit mit Eintracht ein um zwei Treffer schlechteres Torverhältnis haben: „Jedes Spiel ist eine komplett neue Situation und gerade die Partien gegen vermeintlich schwache Gegner sind gefährlich. Die Mannschaften werden eine Drucksituation vorfinden, die von anderer Qualität ist als bisher“, sieht der Coach gute Chancen auf einen Patzer der Konkurrenz.
Unter der Woche musste sich Lieberknecht erst einmal mit einem Störfeuer aus dem eigenen Lager auseinandersetzen. Der Malteser André Schembri bestand darauf, im Freundschaftsländerspiel zwischen Malta und Österreich am Freitag zum Einsatz zu kommen, woraufhin er aus dem Kader für Sonnabend gestrichen wurde: „Hier lässt jemand seine Mannschaft in einer entscheidenden Phase im Stich“, ärgert sich Lieberknecht: „Es war abgesprochen, dass er nur hinfliegt, wenn es für uns um nichts mehr geht. Ich finde einfach, in so einer Situation hat man die moralische Pflicht, seinem Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen“, erklärt der Ex-Profi weiter.
Ansonsten stehen dem Duo Lieberknecht/Scholtysik fast alle Spieler des Kaders zur Verfügung. Torsten Oehrl, der nach Rückenproblemen wieder ins Training einstieg, wird voraussichtlich ebenso zum Einsatz kommen wie Keeper Adrian Horn, der mit dem Fuß umgeknickt war. Schlecht sieht es dagegen bei Deniz Dogan (Adduktorenprobleme) und Philipp Peters (Bänderdehnung) aus.
So könnte Eintracht spielen: Horn – Yildirim, Brinkmann, Nastase, Gundelach – Danneberg, Rodrigues, Lenze, Pfitzner (B. Fuchs) – Oehrl, Kumbela.
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