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Spiel bei Nürnberg Ice Tigers war nichts für schwache Nerven

Grizzlys-Sieg in Nürnberg: Wolfsburgs Philip Riefers gegen Marcus Weber. Foto: regios24

Eishockey: Die Grizzlys Wolfsburg haben Spiel drei der Playoff-Halbfinalserie nach einem 1:3-Rückstand noch mit 4:3 für sich entschieden.

Wolfsburg, 31.03.2017.

Es war nichts für schwache Nerven – ein Thriller, wie ihn Alfred Hitchcock kaum besser hätte inszenieren können: Die Grizzlys Wolfsburg haben Spiel drei der Playoff-Halbfinalserie bei den Nürnberg Ice Tigers nach einem 1:3-Rückstand noch mit 4:3 nach Verlängerung für sich entschieden und sind damit mit 2:1 in Führung gegangen. Das vierte Duell der beiden Eishockey-Erstligisten stand gestern Abend in Wolfsburg auf dem Programm (bei Redaktionsschluss nicht beendet).

7672 Zuschauer in der Nürnberger Arena waren zur Hälfte des Spiels bereits in bester Feierlaune. Ihre „Tiger“ hatten die Krallen ausgefahren und eindeutig den besseren Start hingelegt. Mit einem trockenen Schuss erzielte Brandon Prust (5.) die frühe Führung für die Hausherren. Zwar glich Sebastian Furchner (13.) zum 1:1 für die Grizzlys aus, doch mit einem abgefälschten Schuss sorgte Oliver Mebus (17.) für die verdiente 2:1-Führung nach dem ersten Drittel.

Und es sollte eben noch besser kommen für die Nürnberger: Nachdem ihr Goalie Jochen Reimer einige gute Grizzlys-Chancen vereitelt hatte, schlugen die Ice Tigers erneut eiskalt zu. Rob Schremp (33.) markierte das 3:1 – Mitte des zweiten Drittels schienen die Weichen auf Sieg gestellt.

Nationalspieler Jochen Reimer hätte im dritten Abschnitt gleich zu Beginn für die Entscheidung sorgen können, vergab aber. Und als Nick Johnson nach toller Vorarbeit von Alexander Karachun und Rob Hisey der 2:3-Anschlusstreffer (45.) gelang, kippten die Kräfteverhältnisse auf dem Eis. Die Grizzlys drängten vehement auf den Ausgleich, doch der wollte zunächst nicht fallen.

Schlussmann Felix Brückmann verließ rund eine Minute vor dem Ende das Eis, es ging mit 6 gegen 5 weiter, als Gerrit Fauser 55 Sekunden vor dem Drittelende den Hammer auspackte und die Scheibe von der blauen Linie unter die Latte nagelte. Das 3:3, die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Dort ging es turbulent weiter, mit Chancen auf beiden Seiten. Wobei die Grizzlys, wohl auch beflügelt durch den späten Ausgleich, offenkundig mehr zuzusetzen hatten. Jochen Reimer verhinderte gleich mehrfach den Wolfsburger Siegtreffer, ehe er in der 77. Spielminute dann machtlos war. Kapitän Tyler Haskins krönte seinen energischen Antritt und ließ Reimer mit einem platzierten Flachschuss keine Chance – das 4:3 für die Grizzlys im so wichtigen dritten Spiel, die 2:1-Führung in der Serie.
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