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Spatenstich für Umbau des Stadions

Fußball: Einweihung der ersten Eintracht-Spielstätte im Juni 1923 mit Partie gegen Nürnberg.

Von Elmar von Cramon, 28.08.2011

Braunschweig. Während der Verein Eintracht Braunschweig schon seit 1895 besteht, entstand das Eintracht-Stadion erst 25 Jahre später.

Der seit 1905 an der Helmstedter Straße beheimatete Klub wollte der nach dem Ersten Weltkrieg zunehmenden Fußball-Begeisterung Rechnung tragen und wurde im Norden der Löwenstadt fündig. Die Einweihung erfolgte am 17. Juni 1923 mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg, das vor 15 000 Zuschauern jedoch mit 1:10 verloren ging. Der Vorkriegs-Zuschauerrekord wurde 1937 verzeichnen, als 24 000 Besucher die 0:1-Niederlage im Pokalspiel gegen Schalke 04 sahen.
Nach kurzzeitiger Nutzung des Geländes durch die britischen Alliierten (1945 bis 1947) kam es wieder in die Hände des Vereins und wurde in den darauffolgenden Jahren umfangreich renoviert. Absoluter Höhepunkt war der Gewinn der Meisterschaft: 38 000 Zuschauer verfolgten am 3. Juni 1967 den 4:1-Triumph der Blau-Gelben gegen den 1. FC Nürnberg.
In den siebziger Jahren wurden weitere Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen, die 1982 mit der Eröffnung der 5000 Zuschauer fassenden Haupttribüne ihren Abschluss fanden. Finanziell hatte sich der Verein hierdurch jedoch übernommen: Die Baukosten betrugen statt fünf Millionen Mark fast das Dreifache, so dass die Schuldenlast in zweistellige Millionenhöhe wuchs. Um einen Lizenzentzug durch den DFB zu verhindern, blieb 1981 nur der Verkauf des Stadions für 11,9 Millionen Mark an die Stadt.
Das vorerst letzte Highlight im Eintracht-Stadion fand 1985 statt: 34 000 Zuschauer wurden Zeuge des Meistertriumphes von Bayern München, während Eintracht den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten musste. Parallel zum sportlichen Niedergang verfiel auch das Stadion immer mehr: Als der Verein 1993 in die Oberliga Nord abstieg, war die Südkurve wegen Baufälligkeit bereits für Zuschauer gesperrt. Zwei Jahre später erstrahlte das Stadion aber in neuem Glanz. Rechtzeitig zum 100-jährigen Vereinsjubiläum wurde modernisiert: Beide Fankurven wurden von Grund auf erneuert, und auf der Gegengeraden wurden die oberen Stehränge in Sitzplätze umgewandelt. Zudem bekam die Spielstätte eine neue Flutlichtanlage, eine Anzeigetafel und bot fortan 23 500 Besuchern Platz.
Erst nach dem Zweitliga-Aufstieg 2005 wurden weitere Modernisierungspläne geschmiedet. Zunächst entstand die 2010 eingeweihte Nordkurve. Im Februar 2011 stimmten die Bürger mehrheitlich für den weiteren Ausbau, sodass nun damit begonnen werden kann: Neben der Modernisierung der Haupttribüne entsteht auf dem Stadiongelände mit dem „Kubus“ ein neues Gebäude, in dem nach Fertigstellung die administrativen Räume Eintrachts und der Fanshop eine neue Heimat finden werden.
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