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"Spaß ist das einzige was da zählt"

Strahlende Sieger! Auch wenn es nur symbolisch ist. Die Edith-Stein Grundschule. Fotos: Tarik Dulich
 
Beim Ringwerfen gab jeder sein Bestes.

Beim diesjährigen Sport-Oskar traten Kinder aus 14 verschiedener Grundschulen gegeneinander an.

Von Tarik Dulich, 07.09.2017.

Braunschweig. Ob Sackhüpfen, Ringfangen oder Hürdenlauf. Das ist ganz gleich. Was zählt ist der Spaß. So ist jedenfalls das Motto des diesjährigen Sport-Oskars, der am Donnerstag (7. September,) in Braunschweig, in der in der SoccaFive Arena an der Hamburger Straße stattfand.

Ursprünglich am Unisportgelände an der Franz-Liszt-Straße geplant, musste das Sportevent, aufgrund der wechselnden Wetterlage in die SoccaFive Arena verlegt werden.
Das sechste Mal in folge, findet das Sportfest nun statt. Zumindest hier in Braunschweig. Die Idee hierfür stammt ursprünglich aus Salzgitter.
Mittlerweile findet dieses Projekt jedoch in drei weiteren Städten in Niedersachsen statt. In Wolfsburg, Braunschweig und Gifhorn. Organisiert und veranstaltet wird das Projekt dabei von der Volksbank Bravo - Stiftung. Sie hatte bereits im Jahr 2010 die Idee, so eine Veranstaltung in Salzgitter zu machen. Seit sechs Jahren nun findet sie auch in Braunschweig statt.

Dabei traten Kinder aus insgesamt 14 Grundschulen aus Braunschweig in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.
An 14 Stationen gab es jeweils zwei Disziplinen. Ursprünglich hatten sich 15 Schulen hierfür angemeldet, jedoch sagte eine, aufgrund von Personalmangel, kurzfristig ab. Daher wurden den Kindern nur 14 Stationen angeboten.
Eine Disziplin musste deswegen aus dem Angebot genommen werden.
Die Disziplinen waren dabei sehr unterschiedlich. So gab es, neben den Klassikern, wie Sackhüpfen, Parkours, Ringfangen und Tonnenwurf auch den „Tambour“. Dafür mussten die Kinder auf großen Gummibällen nach vorgespielter Musik im Rhythmus trommeln. Einer der Betreuer gab dabei den Vortrommler. Davon waren die Grundschüler ganz besonders begeistert. Für die Veranstaltung konnten die Schulen sich jeweils ihre eigenen Mannschaften zusammenstellen.
Immer 20 Kinder pro Schule. Es geht dabei nicht danach, ob ein Kind gut oder schlecht in Sport ist.

„Es geht nicht um Leistung, sondern um Spaß“, sagt Julia Moldenhauer von der Volksbank Bravo - Stiftung, die das Projekt mit organisiert hat.
Kinder aus Förderschulen und sogar mit Behinderungen nahmen ebenfalls daran teil. „Das ist uns ganz besonders wichtig“, so Moldenhauer. „Kinder sollen so ermutigt werden, mehr Sport zu machen. Ganz gleich auch, ob sie gut sind, oder ob sie aus schlechten Verhältnissen stammen“.
Betreut und unterstützt wurden die Kinder natürlich von ihren Lehrern, aber auch von jungen tatkräftigen Auszubildenden der Volksbank Bravo.
Für sie war das auch eine vollkommene neue Erfahrung. „Das ist mal was anderes, als in der Bank zu sitzen“, sagt der 20-jährige Azubi Johannes Meißnar. „Es ist immer cool den kleinen Kindern beim Rummtoben zu zu sehen.“
Auch Vinzent Kirsten ist dieses Jahr zum ersten Mal als Betreuer der Kinder dabei. Beide befinden sich noch im ersten Ausbildungsjahr bei der Bravo.
„Besonders gut finde ich, dass da alle Kinder, sogar aus Förderschulen, mitmachen können. Auch welche, die vielleicht sonst eher nicht die Mittel haben in einem Sportverein, oder ähnlichen zu sein“, erzählt der 19 - Jährige. Pro Schule wurden zwei Azubis, als Betreuer eingesetzt.

Sie halfen den Kindern auch bei der geforderten Teamarbeit. Gerade mache Disziplinen erforderten gutes Teamwork. Wie zum Beilspiel beim Koordinationsparkour, der verschiedene Übungen verlangte. Am meisten Spaß, machte vielen Kindern jedoch der Tambour, also das rhythmische Trommeln auf Bällen.
Die beiden 10-jährigen Jungen Niels Gehrening und Leon Bielicke waren davon am meisten angetan, „Das ist viel besser, als immer nur Schule“, sagte Leon.
Beide besuchen die vierte Klasse der Hans-Würz-Schule an der Kruppstraße.
Lehrerinnen Carla Schurbaum und Ruth Borma sind besonders stolz auf ihre Schüler. „Gerade, weil wir eine Förderschule sind, finde ich es umso wichtiger den Kindern so was zu ermöglichen“, so Borma. „Das macht uns sehr zufrieden.“
Die einzelnen Stationen wurden immer nach cirka 15 Minuten gewechselt. Am ende fand dann die große „Abschlussstaffel“ statt., bei der sich die Kinder zweier verschiedener Schulen immer gegenüberstanden und nach Anpfiff einen Schnelllauf absolvierten, während sie verschiedene Dinge abholen sollten und zu ihrer Gruppe bringen mussten. Jede Schule kam da einmal dran und jeder Schüler gab sein Bestes. Der Sieger wurde am Ende ausgelost. Alles ging nach Zufall.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Ihbe (SPD) gab die Gewinnerschule bekannt. Als Preis gab es den großen Sport-Oskar Pokal, den die Erst-platzierten das Erste Halbjahr in ihrer Schule stehen hatten, während die Zweit-platzierten den Pokal das zweite Halbjahr stehen hatten.
Bis dann im nächsten Jahr der nächste Sport-Oskar ausgelost wird. Sieger wurde die Edith-Stein-Grundschule. Den zweiten Platz belegte die Grundschule Schunteraue.
„Mich berührte am meisten das große Engagement der Betreuer und der Bravo Volksbank“, sagte die Politikerin. „Alle waren mit großem Einsatz dabei. Das berührte mich sehr.“
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