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Spannung im Verfolgerfeld

Gemeinsam geht es besser: Die Blau-Gelben Marcel Correia (l.) und Benjamin Kessel. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht patzt in Aalen – Lizenz für kommende Spielzeit erhalten.

Von Elmar von Cramon, 21.04.2015.

Braunschweig. Der Kampf im Verfolgerfeld der 2. Fußball-Bundesliga bleibt spannend: Nur Tabellenführer Ingolstadt hat seine Hausaufgaben mit dem 3:2 gegen Düsseldorf erledigt, alle dahinter platzierten Spitzenteams patzten. Auch das 1:2 Eintrachts beim VfR Aalen dämpfte die Aussichten der Löwen auf Tabellenplatz drei, der wohl nur im Erfolgsfall realistischer Natur geblieben wäre.

„Das Spiel ist durch den Torwartfehler gekippt. Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen und den Schalter nicht mehr umlegen können“, erklärt Marc Arnold, der aber klarstellt, dass Gikiewicz kein Vorwurf gemacht wird: „Das gehört nun mal dazu. Er hat erst am 29. Spieltag seinen ersten richtigen Fehler gemacht und vorher durchweg gute bis sehr gute Leistungen abgerufen. Ich bin mir sicher, dass er in den kommenden Spielen eine Reaktion zeigen wird.“
Diese zeigte am Wochenende auch Orhan Ademi: Der von den Blau-Gelben an den VfR Aalen ausgeliehene Angreifer präsentierte sich nach seiner Einwechslung äußerst einsatzfreudig: „Er hat einen sehr motivierten Eindruck gemacht“, lobt Arnold den Schweizer, der im Vorfeld von Torsten Lieberknecht wegen mangelnder Laufbereitschaft kritisiert worden war.
Einen passablen Einstand feierte auch Haris Huseni aus Eintrachts U23, der in der letzten halben Stunde zum Einsatz gekommen war: „Es war nicht ganz einfach, dennoch war er ganz gut unterwegs. Natürlich muss er sich erst daran gewöhnen, dass es in der zweiten Liga schneller und robuster zur Sache geht“, so der 44-Jährige
Die Niederlage gegen den Abstiegskandidaten dämpfte die Hoffnung mancher Eintracht-Fans nachhaltig, doch noch auf den Zug in Richtung Relegation aufzuspringen. Für Eintrachts sportlichen Leiter waren derlei Gedankenspiele ohnehin nicht realistisch, weshalb sich die Enttäuschung nach dem Wochenende in Grenzen hält: „Mich ärgert, dass wir das Spiel in Aalen verloren haben, der Aufstieg war in dieser Saison aber nie ein Thema. Wenn man es nach einem Abstieg und dem Verlust mehrerer Leistungsträger schafft, oben mitzuspielen, ist das eine sehr, sehr gute Leistung. Um ganz oben dabei zu sein, ist die Anzahl der Niederlagen letztlich zu hoch, auch wenn die Anzahl der Siege durchaus für unsere Offensivstärke spricht“, stellt Arnold klar.
In der Tat gelang es in den vergangenen zehn Jahren nur drei Mannschaften, mit zehn oder mehr Niederlagen unter den ersten drei Teams zu landen. Eintracht Frankfurt und der MSV Duisburg stiegen 2005 mit elf sowie zehn verlorenen Spielen ins Oberhaus auf, auch der FC St. Pauli hatte beim Aufstieg 2010 zehnmal als Verlierer den Platz verlassen.
Das finanzielle Fundament, den Blick in der kommenden Saison weiterhin in die oberen Tabellenregionen zu richten, ist jedenfalls gegeben: Zu Wochenbeginn erhielten die Löwen die Lizenz für die kommende Spielzeit; zum wiederholten Mal ohne Auflagen oder gar Bedingungen: „Wir freuen uns darüber und sehen darin einen Ausdruck unserer kontinuierlichen und seriösen Arbeit“, freut sich Arnold.
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