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Spannendes Löwenduell erwartet

Wird von Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht genau beobachtet: Jan Hochscheidt. Foto: SH

Fußball: Eintracht am Sonntag bei 1860 – Lieberknecht erwartet „emotionalisierte Stimmung“.

Von Elmar von Cramon, 22.04.2016.

Braunschweig. Zum 30. Mal treffen Eintracht und der TSV 1860 München am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) im Kampf um Erst- und Zweitligapunkte aufeinander. Am 24. August 1963, dem allerersten Bundesligaspieltag, trennten sich die Teams im ersten Löwenduell 1:1-Unentschieden. Während Eintracht auf einen positiven Saisonausklang und eine möglichst gute Platzierung spielt, stecken die Sechziger mitten im Abstiegskampf und benötigen jeden Zähler, um am Ende der Saison nicht in die Drittklassigkeit abzurutschen.

"Wer die dortige Presselandschaft verfolgt, bekommt einen Vorgeschmack auf das, was uns dort erwartet", erklärt Torsten Lieberknecht. Neben dem Trainerwechsel von Benno Möhlmann zu Daniel Bierofka, sollen auch die Mitglieder der 1860-Meistermannschaft von 1966 im Stadion anwesend sein, um das Team im "richtungsweisenden Spiel" zu unterstützen. "Das ganze Repertoire wird ausgepackt, um eine Stimmung zu entfachen, die komplett emotionalisiert ist", weiß der Eintracht-Coach, der von seinem Team eine ähnliche Leistung wie beim 2:2 gegen den SC Freiburg am vergangenen Montag erwartet: "Das war ein Klassespiel von unserer Seite und zeigt, wie viel Potenzial vorhanden ist, das wir entwicklen möchten. Es macht Spaß momentan, deshalb freue ich mich auch darauf, mit der Mannschat nach München zu fahren."
Dem Gegner bescheinigt er "viel Qualität" und kann gleichzeitig nicht verstehen, dass sich 1860 wie schon im Vorjahr im Abstiegskampf befindet: "Das ist eigentlich unfassbar. Ich bin mir sicher, dass diese Mannschaft definitiv nicht absteigt, weil einfach zu viel Qualität drinsteckt." Allerdings betont der 42-Jährige die nicht zu unterschätzende psychologische Komponente, die im Abstiegskampf starke Nerven erfordert : "Wenn du während des Spiels daran erinnert wirst, dass du unten drin stehst, spielt der Kopf auf einmal eine wichtige Rolle." Vom neuen Löwencoach hält er indes eine Menge: "Mit Daniel Bierofka haben sie jemanden an Land gezogen der ganz genau weiß, wie der Verein tickt. Er ist eine Identifikationsfigur und bei den Fans sehr beliebt." Der Amtsantritt des vorherigen U23-Trainers erschwert jedoch auch die Vorbereitung auf die Partie. "Es ist schwierig, nach einem Trainerwechsel etwas an Informationen rauszuholen, deshalb haben wir uns auch die U23-Spiele der Sechziger zu Gemüte geführt", so Lieberknecht.
Personell gab es bei den Blau-Gelben ein leichtes Aufatmen: Sowohl Ken Reichel als auch Jan Hochscheidt, die sich gegen Freiburg Blessuren zuzogen, können mitwirken. Phil Ofosu-Ayeh (Achillessehnenbeschwerden) ist nach mehrwöchiger Zwangspause wieder ins Training eingestiegen, wird voraussichtlich aber erst in der kommenden Woche in den Kader zurückkehren und die Reise gen Süden genauso wie die Verletzten Joseph Baffo, Marcel Correia, Maximilian Sauer sowie Philip Tietz (Einsatz in der U19) nicht mit antreten. Auch Mohammed Baghdadi fehlt, nachdem er sich beim 2:1-Sieg der U23 in Schilksee schwer verletzte: Das Knie seines Gegenspielers traf den Linksverteidiger im Gesicht, der multiple Gesichtsverletzungen erlitt und operiert werden musste. "Es tut mir wahnsinnig leid für den Jungen, auch weil er nahe dran war, bei uns seine Chance zu bekommen", bedauert Lieberknecht, der in den kommenden Wochen auch ohne den dritten Keeper Marcel Engelhardt (Meniskus-OP) planen muss. Ersatzkeeper Jasmin Fejzic wird hingegen in einer der kommenden Partien zu seinem Saisondebüt kommen, "um ihn für seine Trainingsleistungen, sein loyales Verhalten und sein "Anschieben" von Rafal Gikiewicz zu belohnen, der eine tolle Saison spielt."
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Reichel, Kijewski, Decarli, Hochscheidt - Boland, Matuschyk - Holtmann (Zuck), Schönfeld (Omladic), Khelifi - Kumbela (Ademi).
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