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Sorgenfalten bei den „Wölfen“ werden immer größer

Schlussjubel bei den Bayern nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg: Die Münchner sind vorzeitig Deutscher Meister der Saison 2016/2017. Foto: regios24/Darius Simka
 
Interessanter Zweikampf: Joshua Kimmich (Bayern) gegen Yannick Gerhardt (VfL). Foto: regios24

1. Fußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg verliert 0:6 gegen München – Bayern sichern sich vorzeitig die deutsche Meisterschaft.

Von Jens Neumann, 02.05.2017.

Wolfsburg. Herzlichen Glückwunsch, FC Bayern München! Mit einem 6:0 (3:0)-Kantersieg beim VfL Wolfsburg sicherten sich die Bundesliga-Fußballer von der Isar bereits zum fünften Mal in Folge die deutsche Meisterschaft. Und während die „Roten“ in der Volkswagen Arena feierten, wurden die Sorgenfalten bei den „Wölfen“ drei Spieltage vor dem Saisonende immer größer.

Der FC Augsburg gewann das Kellerduell gegen den Hamburger SV mit 4:0 und zog an den Grün-Weißen vorbei in der Tabelle. Nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz liegt der VfL auf Platz 15 – der punktgleiche HSV nimmt aktuell den Relegationsrang ein. Und bekanntlich kommt es am letzten Spieltag in Hamburg zum direkten Duell mit den Hanseaten, das somit ein echtes Abstiegs-Endspiel werden könnte.

Zurück zum Bayern-Spiel, in dem die „Wölfe“ wieder auf Ricardo Rodriguez zurückgreifen konnten. Der Schweizer Nationalspieler feierte in der Innenverteidigung sein Comeback nach anderthalbmonatiger Verletzungspause und begann neben Robin Knoche. Luiz Gustavo rückte dafür wieder ins defensive Mittelfeld vor – und nahm den freien Platz ein, der durch die Gelbsperre von Josuha Guilavogui entstanden war.

Die Wolfsburger begannen konzentriert, machten den Gästen es in der Anfangsviertelstunde nicht leicht. Doch dann zirkelte David Alaba (19.) einen Freistoß über die Mauer hinweg ins Netz und brachte die Bayern mit 1:0 in Führung.

Der Rekordmeister, der nach dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal auf Wiedergutmachung aus war, nahm nun Fahrt auf und entfachte vor allem über seine linke Seite viel Gefahr. Nutznießer war Top-Torjäger Robert Lewandowski, der mit seinem Doppelpack (36., 45.) noch vor der Pause für klare Verhältnisse sorgte. Das 3:0 machte die Effektivität der Bayern an diesem Abend deutlich.

Im zweiten Durchgang schraubten die Münchner dann einen Gang zurück, ließen den Ball viel durch die eigenen Reihen laufen, ohne zunächst den Vorwärtsgang einzulegen. Mit dem 4:0 durch Arjen Robben (66.) fanden die Bayern allerdings ihre Lust am Toreschießen wieder, und Thomas Müller (80.) und Joshua Kimmich (86.) machten das halbe Dutzend noch voll.

Besonders bitter für die „Wölfe“: Luiz Gustavo, der nach dem 0:1 wegen Meckerns die Gelbe Karte gesehen hatte, wurde unmittelbar vor dem 0:5 von Schiedsrichter Felix Zwayer mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen – eine strittige Entscheidung, über die sich der Brasilianer gestenreich echauffierte. Er war kaum zu beruhigen, als er vom Platz ging.

„Wir haben uns heute sehr viel vorgenommen und das eine halbe Stunde auch realisiert. Danach ist es weniger geworden“, sagte VfL-Coach Andries Jonker und schob nach: „Das 0:3 kurz vor der Halbzeit fiel dann zum falschen Moment. Nach der Halbzeitpause, dem 0:4, der Gelb-Roten Karte und der Auswechslung von Ricardo Rodriguez müssen wir letztlich Koen Casteels danken, dass es nicht noch deutlicher geworden ist.“ Mit Blick auf den Abstiegskampf und die kommende Partie am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt meinte Jonker: „Wir geben aber nicht auf und machen weiter. Nächste Woche steht das nächste Spiel an. Dann fangen wir wieder mit einem 0:0 an.“
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