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Skolik: „Das ist genau der richtige Job für mich“

„Bussi“ ist als Zeugwart und Busfahrer bereits in seine neunte Saison mit den Profi-Fußballern von Eintracht Braunschweig gegangen.

Von Elmar von Cramon, 04.10.2009.

Braunschweig. Als Zeugwart und Busfahrer ist Christian „Bussi“ Skolik in seine bereits neunte Eintracht-Spielzeit bei den Fußball-Profis gegangen.

Vor einer Partie in Babelsberg im Jahr 2000 sprang er für einen Kollegen ein und wurde von der damaligen sportlichen Leitung gebeten, das Team permanent zu begleiten: „Ich war damals allerdings sehr zufrieden mit meiner Arbeit im Reiseverkehr, doch irgendwann wurde mir klar, dass das genau der richtige Job für mich ist.“
Der „Traumjob“ ist für das langjährige Mitglied des Funktionsteams allerdings auch terminintensiv, sodass bei Auswärtsfahrten nicht viel vom Wochenende übrig bleibt: „Es ist wichtig, eine Partnerin zu haben, die sowas mitträgt“, sagt Skolik. Schon vor jedem Training beginnt für ihn der Arbeitstag im Eintracht-Stadion. „Die Spieler bekommen ihre Ausrüstung für die anstehende Einheit auf ihren Kabinenplätzen bereitgestellt. Danach ist meine Arbeitszeit flexibel gestaltet, je nachdem wie der Trainingsplan aussieht und welche Aufgaben erledigt werden müssen.“
An Spieltagen beginnt er ab acht Uhr damit, die Kabinenplätze der Spieler mit den benötigten Trikots, Hosen, Schuhen und Stutzen auszustatten. Vor Auswärtspartien wird die gesamte Ausrüstung in rund zehn Kisten verpackt und am Tag der Abfahrt in den Bus verladen: „Früher musste man sogar noch eine Ausweichgarnitur mitnehmen, heutzutage weiß ich vorher, wer in welchen Trikot-Farben spielt“.
Auch die Beflockung der Eintracht-Jerseys nimmt Skolik vor, verschenkte Exemplare müssen die Spieler allerdings aus eigener Tasche ersetzen. Ungern erinnert er sich an die Rückserie der Saison 2006/07 zurück, als er zahlreiche neue Spieler mit Trikots ausstatten musste: „Ich war damals nicht immer sicher, ob mancher wusste, was das Eintracht-Trikot bedeutet.“ Wohl kaum eine Aussage macht deutlicher, wie sehr der 49-Jährige dem Verein verbunden ist.
Das liegt auch am guten Betriebsklima: „Präsidium, Geschäftsstelle und der sportliche Bereich arbeiten sehr gut zusammen. Ohne unsere Fans würden wir uns allerdings gar nicht erst täglich im Stadion treffen.“
Für die Spieler ist Skolik, genauso wie die Physiotherapeuten Sascha Weiß und Florian Horn, nicht nur Funktionsträger, sondern auch Ansprechpartner: „Wir muntern die Jungs auf, wenn es mal nicht so läuft.“ Gerne erinnert er sich an die beiden Aufstiege 2002 und 2005 zurück und pflegt noch heute freundschaftliche Kontakte mit Ex-Eintrachtspielern wie Jan Tauer, Martin Amedick, Thorsten Stuckmann, Patrick Bick oder Daniel Teixeira.
Eine besondere Anekdote weiß Skolik von einem Hotelaufenthalt aus der Saison 2003/04 zu berichten: „Einer unserer Torhüter erkannte dort einen bekannten Popstar und fragte ihn nach einer seiner CDs. Als unser Keeper in dessen Hotelzimmer auf die versprochene CD wartete, kehrte der Sänger plötzlich nackt aus dem Badezimmer zurück, was unseren Spieler veranlasste, schlagartig das Weite zu suchen“.
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