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„Siegen ist noch keine Pflicht“

Football: New Yorker Lions erwarten am Sonnabend die Kiel Baltic Hurricanes zum Rückspiel.

Von Daniel Beutler, 10.08.2011

Braunschweig. Am Sonnabend (19 Uhr) empfangen die New Yorker Lions im Eintracht-Stadion die Kiel Baltic Hurricanes zum Rückspiel in der German Football League. Und noch ist das Siegen nicht Pflicht.

„Das Spiel ist extrem wichtig, keine Frage. Auch um den Fans zu zeigen, dass wir wettbewerbsfähig sind. Aber wir müssen noch nicht gewinnen“, meint Lions-Cheftrainer Phil Hickey. „Wir können Berlin noch überholen, wenn wir die letzten vier Spiele der regulären Saison gewinnen und so in die Playoffs einziehen.“
Gegen Kiel, laut Hickey die derzeit beste deutsche Mannschaft, geht es also eine Woche nach der 7:37-Niederlage darum, das vom Cheftrainer neu etablierte System im Angriff zu verinnerlichen. Die Abstimmung im Angriff ist es denn auch, was in der zweiten Woche mit Hickey als Übungsleiter auf dem Programm steht. „Stück für Stück werden wir besser“, sagt der Cheftrainer. Schritt für Schritt näher ran an die Baltic Hurricanes. Deren Trainer Patrick Esume erklärte, warum seine Truppe die Beste sei mit dem Verständnis für das Spielsystem. „Weil jeder alles versteht und nicht nur das, wofür er zuständig ist. Darum sind wir hier in Kiel so gut.“ Und im Vergleich zum Hinspiel in der Hansestadt, wo so einiges noch nicht klappte, können die Zuschauer am Sonnabend stark verbesserte „Löwen“ erwarten versprach Hickey in Kiel. Weil die Lions das System mehr und mehr verinnerlichen.
„Ich freue mich auf nächste Woche“, sagte Linebacker Kerim Homri nach der Niederlage bei den Hurricanes, wohl auch in dem Wissen, dass es eigentlich nur die so genannten Big-Plays– also große Raumgewinne bei einem Spielzug – waren, die bei den Hurricanes den Unterschied ausmachten. „Und das waren meist auch noch ungenaue Pässe, die trotzdem gefangen wurden. Wir haben im Gegenzug manche genaue Pässe nicht gefangen“, erinnert sich Hickey, der sich etwas Sorgen um seinen Passempfänger Christian Bollmann macht. „Er hat in Kiel ein bisschen was abbekommen, da müssen wir vorsichtig sein, damit er sich nicht noch schlimmer verletzt“, berichtet der Lions-Headcoach. Ausfallen wird Kicker Tobias Goebel, der sich ebenfalls im vergangenen Spiel verletzte. Seinen Part wird wahrscheinlich der britische Tight End James Anderson übernehmen. Bleibt zu hoffen, dass ihm die Extrapunkte nicht wie Elfmeter beim Fußball vorkommen. Da haben die Engländer bekanntlich Probleme. Denn es ist Pflicht, den Erhöhungskick zu verwandeln.
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