Anzeige

Sieben Partien, sieben Erkenntnisse

Center Kenny Frease (rechts) konnte seinen Vorgänger Kyle Visser bisher gut ersetzen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Nach ihrem 91:80-Heimsieg gegen Crailsheim haben die Löwen dieses Wochenende spielfrei.

Von Christoph Matthies, 13.11.2015.

Braunschweig. Es war kein rauschendes Basketballfest am vergangenen Sonntag, und doch zeigten die Löwen-Basketballer in Halbzeit zwei gegen Crailsheim, wie man souverän Siege gegen angeschlagene Gegner einfährt. Nach sieben Partien (drei Siege) stehen die Löwen auf Rang zehn, dieses Wochenende haben sie spielfrei. Der richtige Moment, um auf sieben Erkenntnisse aus dem ersten Fünftel der Saison aufmerksam zu machen.

1. Die Löwen müssen keinen Gegner fürchten.
Ihre drei Siege gegen Nicht-Playoff-Teams des Vorjahres holten die Löwen jeweils mit zweistelliger Punktdifferenz, im Schnitt erzielten sie 22 Punkte mehr als der Gegner. Doch auch gegen die stärkeren Teams sahen die Braunschweiger nicht schlecht aus. Gegen Alba, Ludwigsburg und Oldenburg spielten sie sogar bis weit ins Schlussviertel hinein um den Sieg mit.

2. Keaton Grant ist einer der talentiertesten Scorer der Liga.
Schon 2014 wurde Keaton Grant in Ludwigsburg der viertbeste Punktesammler der BBL. Derzeit liegt er mit 16,9 Punkten wieder auf Rang vier. Wie wichtig seine individuelle Klasse sein kann, zeigte er gegen Crailsheim, als seine 16 Punkte allein im dritten Viertel die Wende brachten.

3. Der dünne Frontcourt ist besser als erwartet.
„Zu Saisonbeginn hätten wir nicht mal gegen unser JBBL-Team das Rebound-Duell gewonnen“, behauptet Raoul Korner mit einem Augenzwinkern – und freut sich, dass sein Team zuletzt am Brett besser dagegenhalten konnte. Das liegt nicht zuletzt an „Wühlbüffel“ Kenny Frease, der gegen Crailsheim gleich zwölfmal zupackte (und zudem 20 Punkte erzielte). Frease, Amin Stevens, Tyrone Nash und Sid-Marlon Theis bilden einen vielseitigen und gefährlichen Frontcourt.

4. BBL-Rookie Josh Gasser kann Basketball spielen.
In der Vorbereitung ein Totalausfall, hat sich Josh Gasser zu einem wichtigen Rollenspieler von der Bank entwickelt. Vor allem an Dreier- und Freiwurflinie (47 und 96 Prozent) bleibt der Combo-Guard aus Wisconsin cool.

5. In den Deutschen schlummert eine Menge Potenzial.
Bisher waren sie meistens Nebendarsteller, und doch haben Corny Adler, Lucas Gertz und Sid-Marlon Theis immer mal wieder angedeutet, was in ihnen steckt. Zuletzt haben besonders die couragierten Auftritte von Theis (in Oldenburg) und Gertz (gegen Crailsheim) Spaß gemacht.

6. Derek Needham ist eine Art „Demond Mallet light“.
Explosiv, pfeilschnell und mit einem tödlichen Distanzwurf: Aufbauspieler Derek Needham erinnert nicht nur in seiner Physis an Demond Mallet, der von 2001 bis 2004 an der Oker spielte und zweimal zu Braunschweigs Sportler des Jahres gekürt wurde. Wenn er so weiter macht, ist die Saison in der Löwenstadt für Needham, der auch defensiv gefällt, nur ein kurzes Intermezzo.

7. Sportdirektor Raoul Korner weiß, was er tut.
In 17 Jahren als Profi-Trainer wurde Raoul Korner noch nie vorzeitig entlassen – eine erstaunliche Bilanz. Auch als Löwe leistet der Wiener gute Arbeit. Mit vergleichsweise wenig Geld hat Korner wie im Vorjahr ein wettbewerbsfähiges Team zusammengestellt, das um die Playoffs kämpft.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.