Anzeige

Showdown der deutschen Spitzenteams

Basketball: Am Wochenende kämpfen die New Yorker Phantoms beim Top Four in Bamberg um den BBL-Pokal.

Von Christoph Matthies, 30.03.2011.

Braunschweig. Man kann durchaus von einem Treffen der Liga-Elite sprechen, wenn man das Teilnehmerfeld betrachtet, das am kommenden Wochenende in Bamberg den Pokalsieger im Deutschen Basketball ermitteln wird. Neben dem Tabellenfünften aus Braunschweig werden Gastgeber, Double-Gewinner und aktueller BBL-Spitzenreiter Bamberg, die zweitplatzierten Skyliners Frankfurt und die Artland Dragons Quakenbrück (BBL-Vierter) um den begehrten Titel samt neu designter Trophäe aus versilbertem Messing antreten. Lediglich Alba Berlin fehlt in dem spannenden Showdown deutscher Spitzenteams.

Die Phantoms bekommen es im Halbfinale (Sonnabend, 16.45 Uhr, live in Sport1) mit den Skyliners Frankfurt zu tun – alles andere als ein angenehmer Gegner, wie die vergangenen Partien gegen die Hessen bewiesen. In der laufenden Saison mussten sich die Braunschweiger zweimal äußerst knapp erst in der letzten Minute geschlagen geben. „Wir haben uns in beiden Spielen auf Augenhöhe bewegt und hatten eine sehr realistische Siegchance“, erinnert sich Kapitän Nils Mittmann an die ärgerlichen Niederlagen gegen das Team aus der Mainmetropole. Der 31-Jährige bleibt dennoch optimistisch: „Aller guten Dinge sind drei. Ich glaube, dass wir das wichtigste Spiel gegen Frankfurt gewinnen werden.“
Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski nutzte das spielfreie Wochenende seiner Mannschaft, um die Skyliners bei ihrem 70:58-Erfolg am Sonnabend in Weißenfels zu beobachten. Wieder einmal überragend präsentierte sich dabei BBL-Topscorer DaShaun Wood, der dem Mitteldeutschen BC insgesamt 26 Punkte einschenkte. „Wood ist Motor und Antrieb der Frankfurter. Wenn wir seine Kreise einschränken können, haben wir eine gute Chance“, hofft der Trainer, dass es seiner Verteidigung gelingen wird, den explosiven Aufbauspieler an die Kette zu legen.
Nach dem Heimsieg am vergangenen Dienstag gegen Tübingen genossen die Phantoms-Profis einige trainingsfreie Tage. Flügelspieler Jason Cain nutzte den Kurzurlaub gar für einen Flug in seine amerikanische Heimat. „Nach dem schweren Programm in den vergangenen Wochen war es gut, mal ein paar Tage Pause zu haben“, glaubt Sebastian Machowski an die positive Wirkung dieser Maßnahme. Nicht zuletzt die angeschlagenen Kevin Hamilton (Knie), Kyle Visser (Fuß) und Nick Schneiders (Schulter) hätten von der viertägigen Auszeit profitiert. Um trotz der Trainingspause in Wettkampfform zu bleiben, absolvierten die Phantoms am Montag ein Testspiel gegen den niederländischen Tabellenzweiten aus Leiden (78:76).
Abgesehen vom fast vergessenen und nur einmal ausgetragenen Ligapokal (98/99) konnten Braunschweigs Korbjäger noch nie einen nationalen Titel gewinnen. Während Machowski als Coach im polnischen Kolberg einmal Pokalsieger wurde, war ihm dieser Erfolg in zehn BBL-Jahren als Aktiver nicht vergönnt. Auch Nils Mittmann durfte in seiner langen BBL-Karriere noch nie den Cup in die Höhe recken: „Ich bin beim Top-Four Vierter, Dritter und Zweiter geworden – in dieser Reihenfolge.“ Nach dem Gesetz der Serie dürfte der Außenseiter aus der Löwenstadt also gute Chancen auf die Trophäe haben.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.