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Sebastian Machowski wird die Phantoms im Sommer verlassen

Basketball-Bundesliga: Entscheidung des Trainers überschattet die heutige Partie in Hagen.

Von Christoph Matthies, 18.03.2012.


Braunschweig. Mitten im Kampf um die Playoffs in der Basketball-Bundesliga und nur eine Woche vor dem Pokal-Top-Four in Bonn platzte am Freitagabend die Bombe: Cheftrainer Sebastian Machowski, der seit 2009 an der Seitenlinie für die sportlichen Belange der Phantoms-Korbjäger verantwortlich zeichnet, wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag in Braunschweig nicht verlängern. Das gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Bereits am vergangenen Sonntag hatte die nB berichtet, dass Machowski als neuer Headcoach bei den zahlungskräftigen Baskets Oldenburg gehandelt wird.

Dass Trainer oder Spieler einem Verein nach Vertragsende den Rücken kehren, ist im Profisport nicht ungewöhnlich. Dennoch sorgte die Entscheidung Machowskis, der in Braunschweig mit zwei Playoff-Teilnahmen und einem erreichten Pokalfinale sehr erfolgreich arbeitete, unter den Basketballfans der Löwenstadt für Verwunderung und Enttäuschung. Und nicht nur dort: Auch Sportdirektor Oliver Braun gibt zu, dass er vom schnellen Entschluss Machowskis, der einen neuen, unterschriftsreifen Vertrag des Vereins vorliegen hatte, überrascht wurde. „Wir konnten das jetzt allerdings auch nicht mehr unter dem Deckel halten“, hält es Braun für richtig, die Entscheidung des Trainers in dieser wichtigen Saisonphase auch öffentlich zu kommunizieren.
Beim heutigen Auswärtsspiel in Hagen (17 Uhr) könnte neben den zuletzt erlittenen körperlichen Blessuren also auch die mentale Stärke der Spieler, die am Freitag über die Pläne ihres Coaches informiert wurden, eine besondere Rolle spielen. „Die Mannschaft hat auch in den vergangenen Wochen den verschiedensten Umständen getrotzt“, glaubt Machowski, der sich zu den Gründen seiner Entscheidung gestern Abend noch nicht äußern wollte, dass seine Spieler professionell mit der veränderten Situation umgehen werden. Auch Oliver Braun hofft, dass die sportlichen Ziele durch die jüngsten Entwicklungen nicht gefährdet sind. Er werde dies jedoch mit Argusaugen beobachten, so der stets kritische Sportdirektor.
Nach dem Auswärtserfolg am Mittwoch in Bayreuth (72:64) liegen die Phantoms auf Rang sieben der BBL-Tabelle. Der heutige Gegner Phoenix Hagen (Platz 16) kämpft nach acht Pleiten in Serie um den Klassenerhalt.
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