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Sebastian Ebel: „Wir können in Ruhe arbeiten“

Fußball: Eintracht Braunschweigs Präsident im Interview über die jüngsten Erfolge des Vereins und die kommenden Herausforderungen.

Von Elmar von Cramon, 30.12.2012.

Braunschweig. Seitdem Sebastian Ebel im Winter 2007 die Verantwortung übernahm, ging es mit Eintracht Braunschweig stetig aufwärts.

Als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Kapitalgesellschaft darf er sich über das erfolgreichste Jahr der jüngeren Eintracht-Geschichte freuen. Die nB sprach mit Sebastian Ebel über die jüngsten Erfolge und die kommenden Herausforderungen.

?Was waren für Sie die Highlights des vergangenen Jahres?

!Die beiden letzten Spiele gegen Köln und Berlin haben mich emotional schon sehr berührt. Der Ausgleich in Köln, den ich so nicht mehr erwartet hatte und wie ein gefühlter Sieg daher kam. Und das Spiel gegen Union. Gewonnen, sieben Tore, zweimal einen Rückstand aufgeholt und eine Stimmung, wie zu besten Erstligazeiten. Was für tolle Mannschaftsleistungen.

?Aus einem beinahe gesunkenen Eintracht-Schiff ist unter Ihrer Führung in wenigen Jahren ein Zweitliga-Spitzenteam geworden. Wie lautet das Geheimnis für den anhaltenden Erfolg?

!Wir können in Ruhe arbeiten, haben hoch qualifizierte Führungskräfte und eine Mannschaft, die in jedem Spiel das äußerste aus sich heraus holt. Und wir haben Fans und Sponsoren, die unseren Weg so mitgehen.

?Eintracht Braunschweig erfährt eine deutlich gesteigerte überregionale Präsenz in den Medien. Sehen Sie dies ausschließlich positiv oder gehen damit auch Gefahren einher?

!Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überhöht dargestellt werden. Wer hochfliegt, kann auch tief stürzen. Ich denke, es ist gut, wenn wir mit Bescheidenheit und Demut unseren Weg weitergehen.

?Vom Bundesliga-Aufstieg zu sprechen ist in Braunschweig momentan noch ein Tabu. Wie wird der Verein das Thema angehen, wenn es sportlich weiter so gut läuft?

!Das Denken von Spiel zu Spiel ist keine leere Plattitüde. Sondern es hilft, uns auf das zu konzentrieren, was als Nächstes wichtig ist. Dass wir uns auch auf alle Eventualitäten vorbereiten, ist natürlich selbstverständlich.

?Unter den Fans sorgte das Sicherheitskonzept der DFL für große Diskussionen. Wie soll in Zukunft damit umgegangen werden?

!Es war meines Erachtens nicht ok, wie sich hier einige Politiker auf Kosten der Vereine profilieren wollten. Natürlich muss es klare Regeln geben – und die hatten wir auch schon längst und wenden sie auch konsequent an. Aber am Wichtigsten ist es, dass wir mit den Fangruppierungen immer wieder eine gemeinsame Kommunikationsbasis finden. Schließlich können wir nur gemeinsam unserer Eintracht helfen und erfolgreich sein. Wir müssen weiterhin aufeinander Rücksicht nehmen, Einzelne – auf welcher Seite auch immer – dürfen unser Miteinander nicht kaputtmachen.

?Was wünschen Sie sich im Allgemeinen für das neue Jahr?

!Wir leben in Deutschland und insbesondere in Braunschweig in einer privilegierten Situation. Leider gibt es immer wieder Menschen, insbesondere auch Kinder, die davon nicht profitieren. Wenn es uns gelingt, hier mit unseren Sport-Angeboten im Verein einen kleinen integrativen Beitrag zu leisten, wäre das sehr gut. Und wenn wir im Frühsommer etwas gemeinsam zu feiern hätten.
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