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Sebastian Ebel: „Können stolz auf unsere Tradition sein“

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Der Eintracht-Präsident im NB-Interview über die Zweitliga-Mannschaft und seine Wünsche an die Fans der Blau-Gelben.

Von Elmar von Cramon, 01.08.2017.

Braunschweig. Kurz vor dem Auftaktspiel bei Fortuna Düsseldorf sprach Eintracht-Präsident Sebastian Ebel mit der NB.
?Wie haben Sie die zurückliegende Saison inklusive „Nachspielzeit“ in Form der Relegation erlebt?

!Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt. Auch in den Relegationsspielen ist sie ganz stark aufgetreten. Leider hat uns dort ein wenig das Glück verlassen. Wir können stolz auf die abgelaufene Saison zurückblicken.

?Das Relegationsrückspiel hatte nicht nur sportlich negative Folgen für den Verein. Durch das Verhalten einiger Chaoten realisiert sich nun gegen Heidenheim ein bereits zuvor drohender Zuschauerteilausschluss. Was kann getan werden, um Ähnliches in Zukunft zu verhindern?

!Wir haben alle erlebt, was das Fehlverhalten einiger Weniger an Konsequenzen haben kann. Gerade die Böllerwürfe beim Rückspiel in Braunschweig haben meines Erachtens zu einem Bruch in unserem Spiel geführt. Damit ist ein enormer Schaden entstanden. Ich bin froh und dankbar, dass wir gerade auch durch die Mithilfe unserer Fans die Täter zur Rechenschaft ziehen werden können. Wichtig ist, dass wir ein solches Verhalten gemeinsam ächten. Ich will aber deutlich auch sagen, dass wir keine Fangruppe pauschal verurteilen dürfen. So haben die Fans aus der Südkurve einen ganz großen Anteil am tollen Verlauf der Saison. Auch die Choreografie zum 50-jährigen Jubiläum der deutschen Meisterschaft war sensationell. Davor ziehe ich meinen Hut.

?Die Mannschaft scheiterte letztlich nur knapp am Bundesligaaufstieg. Ein Grund, der laufenden Spielzeit optimistischer entgegenzusehen?

!Optimismus ist immer ein guter Ratgeber. Gerade auch, wenn eine Mannschaft, wie die unsere, über sehr viel Substanz verfügt. Aber letztendlich hängt der Ausgang von ganz vielen Faktoren ab, die wir nur teilweise beeinflussen können. Insgesamt ist die Liga sehr ausgeglichen. Ich bin sehr gespannt, wie weit uns unsere gemeinsamen Anstrengungen bringen werden.

?Weltweit wechseln Spieler für immer schwindelerregendere Summen den Verein, auch in der Bundesliga purzeln Transferrekorde. Wie sehen Sie die Entwicklung auf dem Transfermarkt? Drohen aus ihrer Sicht unangenehme Folgen durch die allgemeine „Erhitzung“?

!Es ist wirklich verrückt, was aktuell für Summen aufgerufen werden. Die Kluft zwischen armen und reichen Vereinen wird dadurch noch größer. Umso mehr bin ich von unserem Weg der Ausbildung des eigenen Nachwuchses und unserer Talentförderung überzeugt. Nur so können wir uns in der Liga behaupten. Und wir machen dies aktuell sehr gut. Insgesamt muss der Fußball aufpassen, nicht seine Seele zu verkaufen.

?Eintracht beendete die Saison des 50-jährigen Meisterjubiläums mit einer emotionalen Feier. Wie haben Sie die Veranstaltung erlebt?

!Die Feier und das vorangegangene Spiel gegen Karlsruhe mit der herausragenden Choreografie waren an Emotionalität nicht zu überbieten. So etwas erleben wir in Deutschland nur in Braunschweig. Und unsere Meisterspieler hatten dies mehr als verdient. Wir können stolz auf unsere Tradition sein und aus ihr Kraft für die Zukunft schöpfen.

?Was wünschen Sie sich von den Eintracht Fans?

!Eine ähnlich intensive Unterstützung wie im letzten Jahr, auch gerade in schwierigen Spielen, die bestimmt auch kommen werden. Und natürlich, dass wir gemeinsam Vorfälle, wie in der letzten Saison, verhindern. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung und kann nur gemeinsam erreicht werden.

?Wie sehen Sie die Liga in diesem Jahr und wem trauen Sie zu, oben mit dabei zu sein?

!Die Liga ist sehr ausgeglichen. Ich tippe auf St. Pauli, Union Berlin und uns.

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