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Schwaches Schlussviertel kostet möglichen Löwen-Sieg

Center Scott Eatherton (Mitte) war für die Löwen mal wieder eine Macht unter dem Korb. Foto: Langer/Eibner-Pressefoto

Basketball-Bundesliga: In Ulm verlieren die Braunschweiger mit 77:88 (39:40).

Von Christoph Matthies, 11.11.2017.

Braunschweig. Ohne Cheftrainer Frank Menz, der sich eine Bänderverletzung am Knie zugezogen hatte, waren die Löwen nach Ulm gereist. Interims-Headcoach Steven Clauss sah eine dreißig Minuten lang gut mithaltende Löwen-Mannschaft, die sich dem Hauptrunden-Meister des Vorjahres am Ende aber doch mit 77:88 geschlagen geben muste.

Die ersten sieben Löwen-Punkte markierte ihr Topscorer Scott Eatherton, der sich gewohnt agil unter dem Korb präsentierte. Das Spiel gestaltete sich derweil ausgeglichen, nur einmal konnten sich die Ulmer im ersten Abschnitt bis auf acht Punkte (17:9) absetzen. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, lagen zwei Minuten vor Viertelende durch einen Dreier von DeAndre Lansdowne wieder mit 20:19 in Führung.

So eng blieb es auch bis zur Pause, vor allem, weil die Löwen ihre Schnellangriffe effizient ausspielten, von außen ungewohnt sicher trafen (5/9 Dreier) und die Ulmer kein Mittel gegen Eatherton fanden, der zur Halbzeit schon 13 Punkte (5/6) und sechs Rebounds gesammelt hatte. Dass die Braunschweiger gar mit einer 40:39-Führung in die Pause gehen konnten, war erneut Lansdowne zu verdanken, der einen Wimpernschlag vor Schluss seinen zweiten Dreier versenkte. Auch acht Offensivrebounds zur Pause waren ein ganz starker Wert für die Löwen.

Nach dem Seitenwechsel ging es mit der Dreierquote allmählich bergab, die Spielfreude aber blieb den Löwen erhalten. Viele schöne Anspiele unter den Korb, etwa vom pfeilschnellen Bazou Koné und Zygimantas Janavicius, ließen die Gäste sogar ein klein wenig davoneilen (51:56, 26. Minute). Im Schlussabschnitt zeigten die Ulmer dann allerdings ihre wahre Klasse – und ihre große Stärke, den Dreipunktewurf, der nun hochprozentig fiel. Defensiv erhöhten die Gastgeber zudem den Druck, während die Kräfte der Löwen allmählich nachließen.

„Wir waren am Ende ganz schön müde, nachdem wir drei Viertel lang sehr schnell gespielt haben“, kommentierte Eatherton hinterher, nachdem seinem Team im Schlussviertel nur noch 13 Punkte gelungen waren. Der Center hatte erneut ein starkes Double-Double aufgelegt, den 88:77-Erfolg der Ulmer um ihre Topscorer Per Günther und Trey Lewis (je 16 Punkte) aber auch nicht verhindern können.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 21 (16 Rebounds), Klepeisz 13, Koné 12, Lansdowne 11, Morse 9, Janavicius 7 (8 Assists), Alte 2, Bradley 2, Schwartz, Ebert.
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