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Schwache Verteidigung in Halbzeit zwei kostet den Sieg

Basketball-Bundesliga: Phantoms verlieren bei den zweitplatzierten Ulmern mit 72:81 (38:27).

Von Christoph Matthies, 04.03.2012.

Braunschweig. Die New Yorker Phantoms konnten gestern Abend drei Viertel lang an der Überraschung schnuppern. Am Ende wurden die starken Ulmer ihrer Favoritenrolle mit 81:72 allerdings doch noch gerecht.

Phantoms-Coach Sebastian Machowski überraschte die 6000 Zuschauer in der ausverkauften ratiopharm-Arena in Neu-Ulm zu Spielbeginn mit einer interessanten Personalie. Statt Kyle Visser stand Nick Schneiders (2,21 Meter), der in den vergangenen Partien nur wenig Spielzeit erhalten hatte, in der Startformation der Braunschweiger. Sinn dieser Maßnahme zweifellos: Ulms John Bryant, nach einhelliger Meinung bester Center der Basketball-Bundesliga, durch schiere Länge in seinem Handlungsspielraum zu beschneiden – und den häufig foulanfälligen Visser zunächst vor sich selbst zu schützen.
Bereits nach drei Minuten betrat der 26-jährige Visser doch das Parkett und fügte sich schnell in eine gut spielende Phantoms-Mannschaft ein. Mit neun Punkten und neun Rebounds gelang dem blonden Amerikaner bis zur Halbzeitpause fast ein „Double-Double“, das Machowski-Team konnte sich gar über eine Elf-Punkte-Führung (38:27) gegen die Ulmer freuen, die als härtester Verfolger von Tabellenführer Bamberg als klarer Favorit in die Partie gegangen waren.
„Ein Spiel wird in der zweiten Halbzeit gewonnen, nicht in der ersten“, charakterisierte Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun nach der Partie trocken die letzten zwanzig Minuten. Die Gastgeber kamen hochmotiviert aus der Kabine und pirschten sich schnell an die Braunschweiger heran. Zum Mann des Tages avancierte wieder einmal Ulms Isaiah Swann: Nachdem die Phantoms dem offensivstarken Guard, für Braun die Entdeckung der laufenden BBL-Saison, bis zum Seitenwechsel nur drei Punkte gestatteten, dominierte Swann die zweite Spielhälfte mit 23 Zählern.
Den Gästen gelang in dieser Phase nicht mehr viel. „Wir haben heute schlecht von außen geworfen und in der zweiten Halbzeit schwach verteidigt. Ulm hat dagegen richtig aufgedreht“, erklärte der Sportdirektor die unnötige Niederlage gegen einen an diesem Abend schlagbaren Gegner.
Für die Phantoms punkteten: Visser 14, McElroy 13, Umeh 11, Melzer 10, Milosevic 10, Greer 7, Theis 2, Jorovic 2, Kulawick 2, Schneiders 1.
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