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Schwaben kämpfen gegen ihren Auswärtsfluch

Basketball: Phantoms am Sonnabend (19.30 Uhr) gegen Ludwigsburg.

Von Christoph Matthies, 28.03.2012

Braunschweig. Mit dem ersten von drei Heimspielen in Folge starten die Phantoms am kommenden Wochenende in eine vorentscheidende Phase der Saison. Am Sonnabend um 19.30 Uhr ist mit der EnBW Ludwigsburg die auswärtsschwächste Mannschaft der Basketball-Bundesliga in der Volkswagenhalle zu Gast.

Nach dem glücklosen Auftritt beim Pokal-Top-Four, wo sie sich auch im Spiel um den dritten Platz – nach anfänglicher 16:0-Führung – am Ende deutlich gegen Ulm geschlagen geben mussten (68:85), ist bei den Braunschweiger Korbjägern Wundenlecken angesagt. Die Magen-Darm-Grippe, die das Team in Bonn personell dezimierte, sollte bis Sonnabend ausgestanden sein. Zu hoffen ist auch, dass Shooting Guard Michael Umeh seine gute Form konservieren kann. Der nigerianische Nationalspieler erzielte gegen die Ulmer herausragende 31 Punkte. Für Statistik-Freaks: Die bisher letzte Braunschweiger Pflichtspiel-Leistung mit mehr als 30 Zählern gelang im April 2004 dem zweimaligen Braunschweiger „Sportler des Jahres“ Demond Mallet gegen Gießen (31 Punkte). Heutzutage kämpft der mittlerweile 34-jährige Mallet mit dem israelischen Spitzenklub Maccabi Tel Aviv um den Titel in der Euroleague.
Doch auch ohne einen Auftritt für die Geschichtsbücher scheint die Aufgabe gegen Ludwigsburg lösbar. Die Schwaben erleben in dieser Saison einen regelrechten Basketball-Albtraum. Nachdem der Hauptsponsor im Dezember seinen Ausstieg im Sommer bekanntgab, musste Coach Markus Jochum wegen Erfolglosigkeit seinen Hut nehmen. Jedoch wurde auch unter dem zum Cheftrainer beförderten Steven Key die sportliche Wende nicht eingeläutet. Im Gegenteil: Nach fünf Pleiten aus den vergangenen sechs Partien geht es für die Barockstädter, derzeit auf Platz 16, ums nackte Überleben. Auch sorgte die Entscheidung Keys, den BBL-MVP von 2007 und Fanliebling Jerry Green nach Verletzungen in dieser Saison nicht mehr einzusetzen, für herbe Kritik am Interimstrainer. Zuletzt gelang dem Team um Topscorer Alex Harris allerdings ein wichtiger 91:72-Heimerfolg gegen Bayreuth.
Auswärts blieben die Ludwigsburger bisher dagegen zahnlos, in dreizehn Spielen in fremden Hallen glückte kein einziger Sieg. Eine Phantoms-Niederlage am Sonnabend käme somit einer Blamage gleich. Um diese zu verhindern, wäre vor allem eine Genesung von Kyle Visser, der vor zwei Jahren selbst noch für die Süddeutschen auflief, wünschenswert. „Kyle hat uns beim Top Four sehr gefehlt. Er verlangt den Ball unter dem Korb und gibt uns viele Punkte in der Zone“, hofft Scharfschütze Umeh auf die Unterstützung des US-Centers.
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