Anzeige

Schröder bleibt dem Nationalteam treu

NBA-Star Dennis Schröder mit Trainer Liviu Calin (links) und den DBB-Offiziellen Armin Andres und Ralph Held (rechts). Foto: T.A.

Basketball: Der NBA-Star der Hawks weilt gerade in seiner Heimatstadt Braunschweig – EM-Quali ab dem 31. August.

Von Christoph Matthies, 08.06.2016.

Braunschweig. An Selbstbewusstsein hat es ihm nie gemangelt: „Titan“ steht auf der goldglänzenden Mütze von Basketballer Dennis Schröder, als er den Journalisten am Montag im Hotel Steigenberger Rede und Antwort steht. Und tatsächlich lässt es sich ja auch nicht leugnen, dass Braunschweigs NBA-Export zumindest in der Nationalmannschaft mittlerweile eine herausragende Rolle einnimmt.

„Es ist toll jemanden zu haben, der immer mit Leib und Seele für die Nationalmannschaft da ist“, sagt Ralph Held über den jungen Aufbauspieler. Held ist Sportdirektor des Deutschen Basketball-Bundes und sieht Schröder, den einzigen NBA-Star im DBB-Team seit Dirk Nowitzkis Rücktritt, als ein Aushängeschild der Mannschaft und des deutschen Basketballs an sich.

Kurz zuvor hat Schröder ein klares Bekenntnis zur Nationalmannschaft abgegeben. „Ich bin 22, und wenn ich mich nicht verletze, will ich natürlich für die Nationalmannschaft da sein“, sagt der gebürtige Braunschweiger, der mittlerweile bei den Atlanta Hawks sein Geld verdient. Sich und der Bundesauswahl hat er ein klares Ziel gesetzt: „Wir wollen die Olympiade 2020 in Tokio erreichen.“ Dafür sollte sich das von Chris Fleming trainierte Team zunächst für die EM 2017 qualifizieren. Die Gruppengegner ab Ende August heißen Niederlande, Österreich und Dänemark – alles keine Basketball-Schwergewichte. „Platz eins in der Gruppe ist ein Muss“, sagt Sportdirektor Held folgerichtig.

Eine Führungsrolle wie in der Nationalmannschaft, die ihm Dirk Nowitzki im vergangenen Jahr „übergeben“ habe, peilt Schröder auch in der NBA an – möglichst in Atlanta, wo er sich wohlfühlt und gern ein Haus für sich und seine Familie kaufen möchte.

In der vergangenen Saison machte Schröder in der besten Basketball-Liga der Welt einen weiteren Schritt nach vorne, gerade in den Playoffs, wo im Viertelfinale Schluss war, zeigte er in einigen Partien sogar Allstar-Potenzial. „Es in so jungen Jahren zu schaffen, sich in einer so komplexen Welt zu etablieren, ist schon enorm. Und er hat es alleine geschafft“, sagt sein früherer Trainer und Förderer Liviu Calin durchaus mit Bewunderung über seinen ehemaligen Schützling.

Auch Coach Calin, „der mich diszipliniert und zum Mann gemacht hat“, wie Schröder selbst sagt, traut dem schnellen Point Guard noch viel zu. Das nötige Selbstbewusstsein, ein ganz Großer zu werden, hat der „Titan“, der die nächsten Wochen in seiner Heimatstadt verbringen und trainieren wird, auf jeden Fall.


EM-Qualifikation - Die Gegner des deutschen Basketball-Nationalteams:
31.8. Dänemark (in Kiel)
3.9. in Österreich
7.9. Niederlande (in Oberhausen)
10.9. in Dänemark
14.9. Österreich (in Bamberg)
17.9. in den Niederlanden
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.