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Schon wieder ein verschossener Elfmeter

In eisiger Kälte und schwindelnder Höhe liefern sich Wolfsburgs Victor Osimhen (li.) und Schalkes Naldo ein Duell um den Ball. Auch Naldo spielte schon für die „Wölfe“. Foto: regios24/Darius Simka

Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg verliert durch ein Eigentor mit 0:1 gegen Schalke 04.

Von Jens Neumann, 20.03.2018.
 

Wolfsburg. Mainz hatte verloren, der Hamburger SV ebenfalls – die Chance, sich etwas aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga zu befreien, war groß für den VfL Wolfsburg. Doch am Ende gab es im Lager der „Wölfe“ nur lange Gesichter. Denn obwohl die Grün-Weißen im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FC Schalke 04 ebenbürtig waren, mussten sie sich durch ein Eigentor von Robin Knoche (86.) spät mit 0:1 geschlagen geben.

„Wir hätten uns heute gerne belohnt. Ich habe der Mannschaft mitgegeben, dass sie gut gearbeitet hat. Unterm Strich ist es schade und wir können uns leider davon nichts kaufen. Aber wir können zumindest auf den Dingen aufbauen, die wir heute gezeigt haben“, sagte VfL-Chefcoach Bruno Labbadia nach der Partie: „Wir hatten uns einiges vorgenommen, wollten geordnet stehen und gleichzeitig nach vorne verteidigen, die Räume eng machen, eng an den Leuten dranbleiben. Das ist uns alles sehr gut gelungen. Was uns heute aber eben nicht gelungen ist, ist das Ergebnis. Wir hätten heute den Sieg ein Stück weit verdient gehabt, aber zumindest das Unentschieden.“

Bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes bekamen die 27 502 Zuschauer am Samstagabend in der Volkswagen Arena lange Zeit kein Spiel zum Aufwärmen serviert. Das Duell war – wie schon der jüngste Vergleich im DFB-Pokal – von der Taktik geprägt, beide Defensivreihen verrichteten einen guten Job. „Wir wussten, dass Schalke eine Mannschaft ist, die auf Ergebnis spielen kann“, meinte Labbadia.

Die erste gute Möglichkeit hatten die „Wölfe“: Nach einer Ecke von Josip Brekalo kam Daniel Didavi (24.) am langen Pfosten zum Kopfball und verfehlte die Führung nur knapp. Die größte
Chance in Durchgang eins lag dennoch aufseiten der Gäste:
Matija Nastasic (41.) kam aus der Nahdistanz freistehend zum Abschluss, doch VfL-Keeper Koen Casteels verhinderte mit einer Glanztat den Rückstand.

Zum Glück für die Wolfsburger war Casteels auch Mitte des zweiten Durchgangs hellwach, als der eingewechselte Breel Embolo (65.) nach Guido Burgstallers Zuspiel am zweiten Pfosten zur Stelle war, den VfL-Schlussmann aber nicht überwinden konnte.

Nun waren die Grün-Weißen wieder am Zug – und hatten die Riesenchance zur Führung: Nastasic brachte Riechedly Bazoer (76.) elfmeterreif zu Fall, Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied auf Strafstoß. VfL-Kapitän Paul Verhaegh trat an, scheiterte mit seinem zu unplatziert und zudem halbhoch geschossenen Versuch an Schalkes Torwart Ralf Fährmann – es war bereits der fünfte vergebene VfL-Elfmeter in dieser Saison.

Und es sollte noch bitterer für die „Wölfe“ werden: Embolo ließ im Strafraum Daniel Didavi stehen, passte das Leder scharf in die Mitte, wo Robin Knoche den Ball unglücklich und unhaltbar in die eigenen Maschen abfälschte – das 0:1 nach 86 Minuten. In der Nachspielzeit bot sich dann Nany Landry Dimata die Großchance zum Ausgleich, doch aus kurzer Entfernung jagte er das Leder über das Tor und die Wolfsburger standen erneut mit leeren Händen da.
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