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Saisonauftakt im tiefen Süden

Football: Braunschweig Lions starten am Sonnabend gegen die Stuttgart Scorpions

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Noch zwei Tage verbleiben, bis die Lions mit dem Auswärtsspiel gegen die Stuttgart Scorpions in ihre 15. Bundesliga-Saison starten.

In der abgelaufenen Spielzeit standen sich die beiden Teams im Finale des German Bowls gegenüber und die Lions holten durch einen nie gefährdeten 27:6-Sieg ihren sechsten Meistertitel in der German Football League. Seitdem aber hat sich einiges getan und ob das Spiel erneut so deutlich von den Braunschweigern dominiert wird, ist fraglich angesichts der kurzen Vorbereitung.
Lions-Headcoach Javier Cook jedenfalls sieht sein Team erst bei 75 Prozent des Möglichen angekommen. Zudem bedarf es zur Integration der neuen Spieler wohl mehr Training und Spiele, als die Braunschweiger absolvieren konnten. Zwar haben auch die Stuttgart Scorpions, die in diesem Jahr von Gary Spielbuehler trainiert werden – 2007 wurde er noch mit den Lions Meister – nur ein Trainingsspiel absolviert, doch blieb den Süddeutschen mehr von ihrem Kader der Vorsaison erhalten. Und der 53:7-Sieg im Testspiel gegen die Zweitligamannschaft Düsseldorf Panthers zeigt, dass Stuttgart zumindest weiß, wo die Endzone ist. Ein weiteres Problem könnte das Wissen von Gary Spielbuehler sein, der die Lions mehrere Jahre als Trainer begleitete und die meisten Spieler sehr gut kennt. Doch Lions-Coach Cook weiß um diesen Umstand, wenn er Neuerungen im Spielsystem, vor allem in der Offense, ankündigt. „Ich weiß, das Spielbuehler weiß, wie ich denke“, ist Cook bereit, sich auf ein kleines Psycho-Duell an der Seitenlinie einzulassen. Schon als er die Arbeit bei den Lions aufnahm, sagte er, dass er sich stets die „Unberechenbarkeit“ wahren wolle und für die eine oder andere Überraschung sorgen, um sich nicht in die Karten schauen zu lassen.
Zumindest was die Physis angeht, verfolgt Lions-Quarterback Dennis Zimmermann einen anderen Weg. „Ich habe den ganzen Winter über trainiert und fühle mich so fit wie noch nie zum Saisonstart“, sagt Zimmermann selbstbewusst. „Es wird zwar noch etwas dauern bis wir das neue Angriffs-System perfekt spielen können, aber weil ich nahezu die gleichen Wide-Receiver wie voriges Jahr habe, mache ich mir da keine Sorgen“, erklärt der Quarterback, der 2007 nach dem Finale gegen die Scorpions zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt wurde. Sollte er es schaffen, nahtlos an diese Leistung anzuknüpfen, dürfte auch Cook keine Sorgenfalten bekommen.
Am Sonnabend aber wird sich zeigen, wo die Lions stehen und welche Trümpfe ihr Coach auf der Hand hat. Auf jeden Fall werden ihm, nach Stand von Dienstag, alle Spieler zur Verfügung stehen, wenn um 18 Uhr der Kick-Off im Stuttgarter GAZI-Stadion erfolgt, und die Lions in die Saison 2008 der GFL starten.
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