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Rückschlag im Playoff-Rennen

Nicolai Simon zeigte in Ludwigsburg mit 16 Punkten eine starke Offensivleistung. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren in Ludwigsburg mit 81:92 (36:38).

Von Christoph Matthies, 17.04.2015.

Braunschweig. Im Kampf um Platz acht in der Basketball-Bundesliga mussten die Löwen gestern Abend eine bittere Pille schlucken. Durch die 81:92-Niederlage gegen die Riesen Ludwigsburg zog der direkte Konkurrent um die Playoff-Teilnahme an den Löwen vorbei. Vier Spieltage vor Saisonende müssen die Löwen am Sonntag in Bayreuth (15 Uhr) gewinnen, um den Zug Richtung Meisterrunde nicht aus den Augen zu verlieren.

Manchmal bedarf es nur eines Spielers, um die Einstellung und Ausstrahlung eines ganzen Teams zu verändern. Braunschweigs Immanuel McElroy, mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, ist an guten Tagen einer dieser Spieler. Ein anderer ist Jon Brockman, Center der Riesen Ludwigsburg. Und der ist mit 28 Jahren im besten Basketball-Alter und hat eigentlich fast nur gute Tage.

So auch am Freitagabend: Der Center mit 150 NBA-Partien auf dem Buckel bereitete den Löwen von Beginn an Kopfzerbrechen. Mit seiner physischen Präsenz gab er den „Spiritus Rector“ für die Ludwigsburger, die das Rebound-Duell am Ende klar für sich entscheiden konnten (37:27). Sein elftes Double-Double der Saison (19 Punkte, 14 Rebounds) bei eindrucksvoller Effizienz wies den Riesen den Weg zum Sieg – und damit auf den achten Tabellenplatz. Die Ludwigsburger haben nun einen Sieg mehr als die Löwen und zudem den direkten Vergleich gewonnen. Allerdings haben sie auch eine Partie mehr absolviert als das Team von Löwen-Coach Raoul Korner.

Die Gäste aus Braunschweig hielten in der Barockstadt lange gut mit, auch wenn ihnen Routinier McElroy in der ersten Halbzeit wegen einer blutigen Nase lange Zeit fehlte. Auch hier hatte Brockman mit dem Ellenbogen Einfluss genommen. Zur Pause war die Partie beim Stand von 38:36 dennoch ausgeglichen. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel brachte eine Pressverteidigung und ein Ballgewinn und Korbleger von Dru Joyce die Löwen nach langer Zeit sogar wieder in Führung (47:49). Zum letzten Mal allerdings, denn nun starteten die Gastgeber um BBL-Topscorer DJ Kennedy (18 Punkte) und Michael Stockton, Sohn von NBA-Legende John, eine Dreierserie, die die Löwen erneut ins Hintertreffen geraten ließ.

Zu Beginn des Schlussabschnitts wurde die Führung schnell auf zweistellige Werte ausgebaut, die Aufholjagd der Löwen blieb brotlos. Zu viele Rebounds (nämlich 18) hatten sie den Riesen am offensiven Brett erlaubt, zu viele Punkte in der zweiten Hälfte zugelassen. „Wir sind jetzt in einer kritischen Situation“, sagte Aufbauspieler Dru Joye nach der Partie, „wir dürfen jetzt kein Spiel mehr verlieren.“ Einem Jon Brockman, so viel sei als Hoffnungsschimmer gesagt, werden die Löwen am Sonntag in Bayreuth nicht erneut gegenüberstehen.

Für die Löwen punkteten: Abromaitis 16 (7 Rebounds, 6 Assists), Simon 16, Allen 12, Visser 10, Joyce 10 (6 Assists), McElroy 6, Lockett 6, Pluskota 5.
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