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Rückschlag für Eintracht in Berlin

Kampf um den Ball: Eintrachts Domi Kumbela (l.) gegen Johannes van den Bergh. Foto: Getty

1. Fußball-Bundesliga: Elf von Trainer Torsten Lieberknecht verliert mit 0:2 bei Hertha BSC.

Von Elmar von Cramon, 26.04.2014.

Berlin. Im Kampf um den Klassenerhalt haben Eintrachts Erstliga-Fußballer gestern einen Rückschlag erlitten: Bei Hertha BSC unterlag die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht trotz einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang
mit 0:2 (0:0).

Die Löwen, die sich mit einem Kurztrainingslager in Neuruppin auf die Partie vorbereitet hatten, fanden wie Hertha in der ersten Hälfte kaum ins Spiel. Nach vielversprechendem Beginn der zweiten Halbzeit geriet Eintracht jedoch in Rückstand und konnte das Blatt bis zum Schluss nicht mehr wenden. Die Blau-Gelben müssen nun auf einen Patzer des HSV heute gegen Augsburg hoffen, um den Anschluss zum Relegationsplatz nicht zu verlieren.
Beide Teams begannen zurückhaltend, so dass es zu Anfang kaum nennenswerte Torraumszenen gab. Die erste Gelegenheit besaßen die Hausherren, doch Daniel Davari meisterte den Distanzversuch von Tolga Cigerci sicher (11.). Auf der Gegenseite schlug Jan Hochscheidt eine gefährliche Ecke in den Fünfmeterraum, wo Havard Nielsen aber überrascht wurde (15.).
Sandro Wagner verpasste die Chance zur Führung (23.), bevor ein Fehlpass von Davari eine Gelegenheit der Herthaner einleitete. Sami Allagui brachte das Zuspiel seines Kollegen aber nicht im Tor unter, weil Omar Elabdellaoui auf dem Posten war (23.).
Klare Torchancen blieben danach aus, erst kurz vor der Pause gab es wieder Strafraumszenen: Für Eintracht zielte Dennis Kruppke aus halblinker Position über den Kasten (40.), während Alexander Baumjohann aus der Distanz daneben traf (42.). Dann wurden die Berliner nochmals brandgefährlich: Zunächst parierte Davari gegen den frei stehenden Sandro Wagner mit einer Glanzparade, dann wurde Allagui beim Nachsetzen geblockt (44.).
Zur zweiten Hälfte brachte Lieberknecht Karim Bellarabi, der das Offensivspiel merklich belebte: Mit einer Drehung narrte er mehrere Herthaner und bediente Kumbela, dem frei von Hertha-Keeper Thomas Kraft aber die Nerven versagten (50.). Nur wenig später drang Nielsen in den Strafraum ein und fand mit seiner Hereingabe Bellarabi, dessen Schuss die Berliner aber klärten.
Auch die Hausherren brachten zunehmend Struktur in ihre Offensivaktionen: Baumjohann kam nach einem Ballverlust zu einer guten Gelegenheit, dann zielte Allagui über das Tor (54.). Wagner fasste sich ein Herz, doch Davari parierte glänzend (60.). Nur wenig später doch die Hertha-Führung: Davari ging nach einer Ecke zu zaghaft zum Ball, was John Anthony Brooks trotz Bedrängnis ausnutzte und die Führung markierte. Eintracht bemühte sich nun, Hertha unter Druck zu setzen. Berlin blieb jedoch durch Konter von Allagui (74.) und Niemeyer (76.) gefährlich, scheiterte aber an Davari. Dieser musste kurz darauf aber erneut hinter sich greifen: Den abgefälschten Schuss von Adrian Ramos wehrte der Eintracht-Keeper noch ab, war beim Abstauber von Allagui aber machtlos.
Eintracht versuchte, sich aufzubäumen: Der eingewechselte Marc Pfitzner setzte sich über die linke Seite durch, doch Kumbela zielte knapp am Tor vorbei (84.). Auch die letzte Gelegenheit war dem wiedergenesenen Eintracht-Torjäger vorbehalten: Eine langgezogene Bellarabi-Flanke schoss der Kongolese aus wenigen Metern aber über das Tor (89.).
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