Anzeige

Rückkehr in die „Ische“

Basketball-Bundesliga: Phantoms treten am Sonnabend in Hagen an.

Von Christoph Matthies, 15.12.2010.

Braunschweig. Mit einem Sieg in Hagen (Sonnabend, 19 Uhr) hätten die Phantoms die Chance, mit dem dritten Erfolg in Serie ihre Playoff-Ambitionen zu festigen. In der umgebauten Ischelandhalle wartet ein Hexenkessel auf Braunschweigs Basketballer.

Dass das zweite Jahr in der Liga immer schwerer ist als die Saison nach dem Aufstieg, ist einer dieser Sinnsprüche im Teamsport, die mit Vernunft nicht nachzuvollziehen sind – und sich dennoch oft bewahrheiten. Phoenix Hagen, am Sonnabend nächster Gegner der Phantoms in der Basketball-Bundesliga, machte sich zu Saisonbeginn daran, mit derlei Weisheiten aufzuräumen. Vier seiner ersten sechs Begegnungen gewann der BBL-Traditionsklub aus dem Ruhrgebiet, der Tabellensechzehnte des Vorjahres schien plötzlich auf Playoff-Kurs.
Mittlerweile hat den Underdog die harte Realität eingeholt. Nur eines von sieben Spielen konnten die „Feuervögel“ zuletzt gewinnen, gegen Schlusslicht Düsseldorf setzte es gar eine peinliche 28-Punkte-Heimschlappe. Nach 13 absolvierten Partien steht nun Tabellenplatz 13 zubuche. „Die Hagener haben bewiesen, dass sie guten Tempobasketball spielen können. Wenn sie ins Laufen kommen und ihre Würfe treffen, sind sie kaum zu bremsen“, warnt Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski dennoch vor einem Gegner, der 84 Punkte pro Spiel erzielt und damit die gefährlichste Offensive der Liga besitzt.
Vor allem Verletzungen und Krankheiten warfen die Westfalen zuletzt zurück. Mitte November zog sich Center Eddie Seward einen Bruch des Schienbeinkopfes zu, sein Ersatz Jamie Jones musste nur wenig später aufgrund eines Nervenleidens passen. Distanzwurfspezialist David Bell, der am dritten Spieltag gegen Bremerhaven sensationelle neun von zehn Dreierversuche versenkte, spielt derzeit auf einer schmerzhaften Dornwarze und zu allem Überfluss verletzte sich Point Guard Quentin Pryor am vergangenen Sonntag bei der 85:90-Heimniederlage gegen Frankfurt am Knie: Sein Einsatz am Sonnabend ist fraglich.
Trotz aller Widrigkeiten im „verflixten zweiten Jahr“ haben die Hagener einen Trumpf im Ärmel. Nach ihrer Erweiterung auf BBL-Kapazität (3200 Zuschauer) war die Ischelandhalle Ende Oktober bezugsfertig. „Hagen hat traditionell ein tolles Publikum. Ich bin gespannt, wie sich die neue Halle präsentiert“, glaubt Machowski an einen heißen Tanz in der umgebauten „Ische“.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.