Anzeige

Reichlich NBA-Spirit im Ludwigsburger Backcourt

War selbst mal in Ludwigsburg aktiv: Kyle Visser. Foto: Herden

Basketball-Bundesliga: Phantoms im Duell mit direktem Konkurrenten.

Von Christoph Matthies, 19.02.2014.

Braunschweig. Wo sie sind, möchten die Phantoms gern hin: Am Sonnabend um 19.30 Uhr besucht mit den Riesen Ludwigsburg der Tabellenachte der Basketball-Bundesliga die VW-Halle. Für die zwölftplatzierte Heimmannschaft von Trainer Raoul Korner ein echtes „Do or die“-Spiel, will man die Teilnahme an der Meisterrunde nicht endgültig aus den Augen verlieren.

Die Gäste aus der Barockstadt müssen ganz sicher als die Überraschung der Saison gelten: Nachdem sie in der vergangenen Saison sportlich abgestiegen waren, hielten sie sich nur mittels einer Wild Card – Kostenpunkt 250 000 Euro – in der Liga. Trainer John Patrick blieb den Riesen allerdings erhalten und stellte ein schlagkräftiges Team zusammen, das sich nach zuletzt vier Siegen in Folge realistische Hoffnungen auf die Playoffs machen kann.

Die Ludwigsburger machen aber nicht nur mit ihren Siegen, sondern auch mit einer in der BBL wohl einmaligen Randnotiz hinsichtlich ihres Kaders auf sich aufmerksam. John Patrick weiß gleich zwei Spieler in seinen Reihen, deren Väter es in der NBA zu Legendenstatus gebracht haben: So ist Point Guard Michael Stockton ein Spross des einstigen Utah-Jazz-Aufbauspielers John Stockton, des besten Ballverteilers, der jemals ein Basketballfeld betreten hat (15 806 Assists in 19 NBA-Jahren). Sein Partner im Backcourt ist der Ende Dezember verpflichtete Coby Karl, dessen Vater George sich als einer der siegreichsten Trainer (unter anderem in Seattle und Denver) in den Rekordbüchern der NBA verewigte.

Phantoms-Trainer Raoul Korner weiß um die starken Einzelkönner der Ludwigsburger, zu denen auch Topscorer Keaton Grant (16,1 Punkte) oder Calvin Harris, der beim Allstar-Day den Dreier-Contest dominierte, zu zählen sind. „Vor allem haben sie aber den Luxus, dass sie zehn Mann tief sind, was ihnen ermöglicht, 40 Minuten mit voller Intensität zu spielen und ihren Gegner auszubluten“, weiß Korner, was seine Mannschaft am Sonnabend erwartet. Wie von Patrick-Teams gewohnt, würden die Gäste verstärkt den ballführenden Spieler unter Druck setzen und früh in Doppeldeckung nehmen.

Auch hinsichtlich der BBL-Tabelle, in der Ludwigsburg als Achter drei Siege vor den Phantoms steht, redet Korner nicht um den heißen Brei: „Wenn wir weiterhin nach oben schauen wollen, müssen wir dieses Spiel gewinnen.“ Das Hinspiel ging mit 79:77 ganz knapp an die Schwaben.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.