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Reichels Traumtor bringt drei Punkte

Schoss das Siegtor: Eintrachts Ken Reichel im Zweikampf mit Tim Skarke (Heidenheim). Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht gewinnt 3:2 gegen Heidenheim – Erster Heimsieg im Jahr 2017.

Von Elmar von Cramon, 17.03.2017.

Braunschweig. Mit einer Energieleistung drehten Eintrachts Zweitliga-Fußballer gestern Abend die Partie gegen den FC Heidenheim und siegten mit 3:2 durch ein Traumtor von Ken Reichel in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Marc Schnatterer hatte die Gäste vor 20 000 Zuschauern schon nach drei Minuten in Führung gebracht, die Mirko Boland nach gut einer halben Stunde ausgeglichen hatte. Per Foulelfmeter markierte Arne Feick den zweiten Heidenheimer Treffer, den die Löwen durch Nyman postwendend egalisierten (78.) und anschließend für ihre Schlussoffensive sogar noch mit drei Punkten belohnt wurden.

Kaum hatten die Zuschauer ihre Plätze eingenommen, zappelte der Ball auch schon im Netz: Schnatterer kam in zentraler Position an den Ball, ließ Quirin Moll und Hendrick Zuck aussteigen und vollendete aus 20 Metern ins linke untere Eck (3.). Im Anschluss wurde ein Kopfball von Feick zur sicheren Beute von Jasmin Fejzic (7.), bevor Gustav Valsvik nach einer Zuck-Ecke knapp am Gästetor vorbei köpfte (10.). Wenig später probierte es Schnatterer erneut aus der Distanz, Fejzic war jedoch abermals auf dem Posten (14.). Auf der Gegenseite setzte Boland Nyman in Szene, doch der Schuss des Schweden ging links am Heidenheimer Kasten vorbei (17.).
Der FCH wurde über schnelle Vorstöße immer wieder gefährlich, so scheiterte Schnatterer nach einer Hereingabe von Tim Skarke aber erneut an Fejzic (24.). Zunehmend wurden auch die Löwen gefährlich: Zuerst musste Gästekeeper Kevin Müller nach einem schwachen Rückpass außerhalb des Strafraums klären, hatte jedoch Glück, dass Ken Reichel sein Zuspiel aus über 30 Metern nicht im leeren Tor unterbrachte (26.). Dann besaß Zuck die Riesenchance zum Ausgleich, jagte das Leder nach Kopfballvorlage von Reichel aber aus wenigen Metern über das Tor (28.). Der Druck zahlte sich jedoch aus: Nach einer Zuck-Ecke ging die Gästeabwehr nicht entschlossen genug zu Werke, der Ball landete bei Boland, dessen Schuss von der Latte an den rechten Posten und von dort aus ins Tor prallte.
Nach dem Wechsel hatten die Gäste zunächst Glück, dass Reichel die Kugel nach einem verunglückten Klärungsversuch lediglich ins Toraus abfälschen konnte (48.). Auf der anderen Seite behielt Fejzic nach einem weiteren Distanzversuch von Schnatterer einmal mehr die Oberhand (50.) und hatte nach einer Stunde Glück, dass Denis Thomalla nach einer Hereingabe von Sebastian Griesbeck eine Etage zu hoch zielte. Dann stand Nyman zweimal hintereinander im Blickpunkt: Zunächst wurde seinem Treffer wegen eines Handspiels die Anerkennung versagt, dann segelte der Schwede haarscharf an einer Reichel-Flanke vorbei.
Umstritten dann die erneute Gästeführung: Nach einer Ecke reklamierten die Blau-Gelben vergeblich ein Foul an Domi Kumbela, dann wurde Skarke von Salim Khelifi gefoult und Schiedsrichter Thorben Siewer deutete auf den Elfmeterpunkt. Feick lief an und verwandelte sicher (73.). Doch die Löwen bewiesen Moral: Khelifi ging im Strafraum über links ins Dribbling und fand in der Mitte Nyman, der eiskalt zum erneuten Ausgleich vollendete (78.).
Eintracht schnürte die Gäste in den Schlussminuten regelrecht ein und kam durch Gustav Valsvik und Julius Biada zu weiteren Chancen. In der Nachspielzeit schlugen die Löwen dann erneut zu: Ein schlecht geklärter Ball landete bei Reichel, der die Kugel aus rund 20 Metern fulminant ins rechte obere Eck jagte.
Eintracht: Fejzic - Reichel, Valsvik, Baffo, Sauer - Boland, Moll (75. Biada), Zuck (65. Khelifi) - Hernandez - Abdullahi (65. Kumbela), Nyman.
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