Anzeige

Raoul Korner: „Ich bin ein Verfechter von Kontinuität“

Raoul Korner und Co-Trainer Lars Masell (rechts) bleiben den Löwen erhalten. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen und ihr Coach werden auch in Zukunft zusammenarbeiten.

Von Christoph Matthies, 07.03.2015.

Braunschweig. Die Löwen-Basketballer setzen auf Beständigkeit: Raoul Korner wird auch im kommenden Jahr die Geschicke des Bundesligisten als Cheftrainer und Sportdirektor leiten. Am Mittwoch unterschrieb der Österreicher einen Vertrag für die Saison 2015/2016. Am Samstag (18.30 Uhr) tritt der Tabellenelfte bei den Artland Dragons an.

Im Falle einer Playoff-Teilnahme hätte sich der Vertrag mit Korner automatisch verlängert. Um Planungssicherheit zu schaffen, sei es richtig gewesen, die Zusammenarbeit vorzeitig zu verlängern, erläutert der Sportchef in Doppelfunktion: „Wenn man von Vereinsseite mit meiner Arbeit zufrieden ist und ich mich hier wohlfühle und noch Perspektive sehe, was der Fall ist, dann gibt es keinen Grund, jetzt auf irgendwas zu warten.“ Dass der Vertrag zunächst nur für eine weitere Saison gelte, schließe eine längere Verbindung keineswegs aus, betont Korner. Im Gegenteil: „Wir haben schriftlich festgehalten, dass die Absicht besteht, sobald die weitere Zukunft klarer ist, auch über die nächste Saison hinaus zusammenzuarbeiten.“

Geschäftsführer Stefan Schwope freut sich, dass mit der Unterschrift des Trainers und Sportdirektors nun mit der Planung für die kommende Saison begonnen werden könne: „Mit dem Kopf haben wir jetzt verlängert, insofern können Gedanken und Vorgänge zur Zusammensetzung des Kaders jetzt schon vorangetrieben werden.“ Ein Grundbudget für die Saison, mit dem es möglich sei, eine „vernünftige Mannschaft“ zusammenzustellen, sei vom Aufsichtsrat bereits zugesichert worden, ergänzt Korner, der im April 41 Jahre alt wird.

Wie der Verein in der Frage der sportlichen Leitung, so will auch der Coach hinsichtlich seines Teams nicht wieder bei Null anfangen. „Ich bin ein Verfechter von Kontinuität und möchte Dinge, die funktionieren, nicht neu erfinden müssen. Wir reden im Idealfall nicht von einem Neustart, und auch das Unwort ’Aufbaujahr‘ wird nicht fallen.“ Stattdessen wolle er auf dem, was man in den vergangenen zwei Jahren mühsam geschaffen habe, aufbauen. „Wir werden mit jedem einzelnen Spieler sprechen. Aus der Öffentlichkeit halten wir das aber komplett raus, bis es etwas zu vermelden gibt“, möchte Korner in der wichtigen Endphase der Saison Unruhe von seinem Team fernhalten. Über einen Vertrag für die kommende Spielzeit verfügt keiner der sechs Amerikaner. Dagegen sind alle deutschen Spieler bis auf Nicolai Simon und Dominique Johnson für ein weiteres Jahr an den Verein gebunden. Das Gleiche gilt für Co-Trainer Lars Masell.

Der Ausgang der Partie am Sonnabend in Quakenbrück ist ein wichtiger Fingerzeig, ob die Löwen weiterhin von der Teilnahme an den Playoffs träumen können. Die Dragons haben als Tabellenneunter einen Sieg mehr auf der Habenseite und sind damit ein direkter Konkurrent im Kampf um die Meisterrunde.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.