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Pyrrhussieg am Rhein

Basketball-Bundesliga: Phantoms gewinnen mit 86:78 (40:46) in Bonn.

Von Christoph Matthies, 24.04.2011.

Braunschweig. Zum Abschluss der regulären Saison feierten die Phantoms einen 86:78-Erfolg in Bonn. Gegner in der ersten Playoff-Runde sind somit die Dragons Quakenbrück.

Während es für den Tabellendreizehnten aus Bonn gestern Abend um nichts mehr ging, spielte Braunschweigs Basketball-Bundesligist um seine Platzierung in der Meisterrunde. Das Ironische: Um „Übermannschaft“ und Titelverteidiger Bamberg nicht bereits in einem möglichen Halbfinale gegenüberzustehen, durften die fünftplatzierten Phantoms ihre finale Begegnung in der ehemaligen Bundeshauptstadt auf keinen Fall gewinnen. Headcoach Sebastian Machowski hatte vor der Partie allerdings klargestellt, dass eine absichtliche Niederlage nicht infrage käme.
Den Ankündigungen des Trainers zum Trotz schien es zunächst, als hätten die Braunschweiger ihre Defensive in der Löwenstadt vergessen. Bis zur Halbzeitpause hatten die Baskets, bei denen Center-Veteran Chris Ensminger wegen eines Nasenbeinbruchs fehlte, bereits 46 Punkte erzielt – sechs Zähler mehr als die Gäste von der Oker.
Nach dem Seitenwechsel bereitete vor allem Bonns Topscorer Nic Wise den Phantoms weiterhin Probleme. Acht seiner insgesamt 20 Punkte erzielte der Aufbauspieler im dritten Spielabschnitt, in dem es den Phantoms nicht gelang, Boden auf die Rheinländer gutzumachen.
Zu Beginn der letzten zehn Minuten war es Nils Mittmann, der mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge die Siegesambitionen seiner Braunschweiger untermauerte. Sechs Minuten vor Spielende brachte LaMarr Greer die Phantoms dann erstmals seit dem Eröffnungsviertel wieder in Führung (72:70). Bis zur Schlusssirene bauten die Gäste ihren Vorsprung bis auf 86:78 aus.
Der gestrige Erfolg in Bonn könnte sich durchaus als Pyrrhussieg erweisen. Durch das Erreichen des fünften Tabellenplatzes warten in der ersten Playoffrunde die Dragons Quakenbrück, die den Phantoms in dieser Saison zweimal deutlich ihre Grenzen aufzeigten. In einem möglichen Halbfinale würde höchstwahrscheinlich Bamberg lauern.
Für die Phantoms punkteten: Thomas (18), Greer (16), Cain (11), Hamilton (11), Visser (10), Mittmann (6), Goree (6), Schneiders (5), Duvnjak (3).
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