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Punktemaschine außer Betrieb

In Ludwigsburg komplett abgemeldet: Isaiah Swann. Foto: Eitner

Basketball-Bundesliga: Die Phantoms verlieren bei den Riesen Ludwigsburg mit 77:79 (37:47).

Von Christoph Matthies, 20.10.2013.

Braunschweig. Können die Phantoms gewinnen, wenn es dem Gegner gelingt, ihren Star Isaiah Swann fast komplett auszuschalten? Die 77:79 (37:47)-Niederlage gestern Abend in Ludwigsburg gab eine vorübergehende Antwort.

Nur noch wenige Sekunden waren zu spielen, als Isaiah Swann den Ball über die Mittellinie brachte. Per Dreier hätte der Shooting Guard die Begegnung für die Phantoms gewinnen können. Stattdessen rutschte der Amerikaner etwa auf Höhe der Dreierlinie aus – ein Ballverlust als Sinnbild eines ganzen Spiels.
Einer wollte es gegen sein Ex-Team dafür ganz besonders wissen. Kyle Visser, ab 2009 für ein Jahr in Diensten der Ludwigsburger, machte sich früh daran, seinen schwachen Auftritt im Heimsieg gegen Bremerhaven vergessen zu machen. Nach zehn Minuten hatte Visser bereits acht Punkte erzielt (am Ende 23), die Phantoms waren beim Spielstand von 24:25 auf Tuchfühlung.
Ähnlich wie bei ihrem ersten Auftritt auf fremdem Parkett, als sie in Bayreuth mit 49:73 brutal unter die Räder gekommen waren, fehlte den Phantoms gestern das Wurfglück aus der Distanz. Nur sechs von 24 Versuchen von „Downtown“ fielen in die Ludwigsburger Reuse. Zuwenig für ein Team, das, abgesehen von Visser an einem sehr guten Tag, nicht über die nötige Zonenpräsenz verfügt, um ein Spiel unter den Körben zu dominieren.
Dass die Gastgeber mit einer Zehn-Punkte-Führung in die Halbzeitpause gingen, hatte allerdings noch einen anderen gewichtigen Grund: Isaiah Swann, Star im Phantoms-Team und mit durchschnittlich 19 Punkten bis dahin viertbester Punktesammler der Basketball-Bundesliga, traf in Halbzeit eins keinen seiner fünf Würfe und schlich ohne einen einzigen Zähler in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel machten es die Phantoms ihrem Gegner schwerer zu punkten, packten ihre Zonenverteidigung aus und machten das Spiel noch einmal richtig spannend. Swann allerdings nahm nur noch einen Wurf, blieb auch am Ende ohne Punkte und wurde – nicht zuletzt durch den Ballverlust kurz vor Schluss – zur tragischen Figur des Abends.
Für die Phantoms punkteten: Visser 23, Florence 14, McElroy 11, Kulawick 10, Nana 8, Doornekamp 6, Zazai 5.
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