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„Profis zum Anfassen“: Löwen trainieren mit dem Nachwuchs

Sid-Marlon Theis (oben links), Dru Joyce und Nico Simon (von rechts) trainierten am Donnerstag in der IGS Franzsches Feld mit einem U12-Team. Trent Lockett, Martin Bogdanov und Cornelius Adler kümmerten sich um eine U10-Mannschaft. Foto: Ingo Hoffmann

Basketball: Die Spieler der Basketball-Löwen sind in dieser Saison Paten der SG-Jugendteams.

Von Christoph Matthies, 24.02.2015.

Braunschweig. Ohne funktionierende Nachwuchsarbeit läuft bei einem Basketball-Bundesligisten nichts. Die Jugendteams der JBBL (U16) und NBBL (U19) sind für die Vereine obligatorisch, oft beginnt die Talentförderung schon viel früher. Um die Verbindung zwischen Nachwuchs und Profis zu verstärken, verfolgen die Basketball-Löwen seit dieser Saison ein neues Patenschaftskonzept.

Kaum jemand im aktuellen Löwen-Kader verkörpert die Bedeutung der eigenen Nachwuchsförderung so sehr wie Cornelius Adler. Der Flügelspieler wurde in Braunschweig geboren, erlernte bei der SG das Basketball-Einmaleins. Nach sechs Jahren in der Fremde kehrte er im Sommer in seine Heimatstadt zurück. Seit Dezember ist er Pate der Mini-Mannschaft (U8/U9) der SG.

So wie Adler haben auch alle anderen Löwen-Profis die Patenschaft für eine der SG-Nachwuchsmannschaften übernommen. Was das bedeutet, erklärt Jan Erdtmann, Projektleiter von „LöwenZukunft“: „Wenn die Profis Zeit haben, sollen sie mal beim Training oder bei den Spielen ihrer Mannschaft vorbeischauen.“ Bei den Trainern, den Eltern und vor allem bei den Kindern komme die Patenschaft richtig gut an, weiß Erdtmann: „Gerade die ganz jungen Spieler kriegen große Augen und schlafen mit einem Lächeln ein, wenn Sie mit einem ihrer großen Vorbilder trainieren durften.“ Am 9. Dezember trafen sich die Löwen-Profis in der Tunica-Sporthalle erstmals mit den Nachwuchsteams, die Kinder überreichten den Spielern „Patenbriefe“, in denen sie Wünsche und Vorstellungen formulierten.

Wie so ein Training eines Bundesliga-Spielers mit einem Jugendteam aussehen kann, zeigten einige Löwen-Paten am vergangenen Donnerstag in der Sporthalle der IGS Franzsches Feld. Aufbauspieler Dru Joyce etwa, der in jungen Jahren als High-School-Star an der Seite von LeBron James selbst für reichlich Furore sorgte, übte mit der ersten U12-Mannschaft Dribbeln, Passen, Werfen und Koordination und zeigte dabei ganz viel Talent im Umgang mit den Kindern.

Wie eng die Paten wirklich mit „ihrem“ Team verbunden sind, sei ganz unterschiedlich und hänge letztlich vom jeweiligen Spieler und den Trainern ab, sagt Erdtmann. Das Konzept der „Profis zum Anfassen“ als Motivationsspritze für den Nachwuchs wollen die Löwen auf jeden Fall auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Auch, damit ein Cornelius Adler bei dem Bundesligisten nicht die Ausnahme bleibt.
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