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Probleme durch das bröckelnde Ehrenamt

Podiumsdiskussion über Sport und Integration.

Von Christoph Matthies, 19.06.2011

Braunschweig. Inwiefern eignet sich der Sport, um interkulturelle Verständigung zu schaffen? Und wie gelingt es, mehr Menschen mit Migrationshintergrund in die Vereine zu integrieren? Diesen und anderen Fragen widmete sich eine Podiumsdiskussion am Donnerstag in der Brunsviga.

„Ein Özil schafft noch keine Integration“ lautete das Motto, unter dem Viola von Cramon, Bundestagsabgeordnete der Grünen, mehrere Vertreter des Braunschweiger Sports zum Gespräch gebeten hatte. Einführend wies Christa Lange, Leiterin der Abteilung Sportentwicklung beim Landessportbund Niedersachsen, auf die zahlreichen landesweiten Projekte zur Förderung von Integration hin. „Unser Ziel ist es, Potentiale auszuschöpfen. Nicht nur für den Sport, sondern auch für die Gesellschaft“, formulierte Lange ihre Vorstellung von Integration, die sich nicht ausschließlich auf Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch auf sozial Benachteiligte erstreckt.
Jörg Diekmann, Geschäftsführer des MTV Braunschweig, betonte, dass die Vereine vor allem durch den zunehmenden Mangel an ehrenamtlichen Kräften an ihre Grenzen stoßen. Ähnlich äußerte sich Dr. Helmut Blöcker, Präsident des HSC Leu, wo jedes vierte Vereinsmitglied einen Migrationshintergrund hat: „Integration braucht Zeit, und in vielen kleinen Vereinen hat man wenig Zeit. Das liegt auch daran, dass Ehrenamtliche fehlen.“
Von äußerst erfolgreichen Integrationsbemühungen berichtete Martin Stützer vom Tischtennisclub Magni, der ein „interkulturelles Leitbild“ pflegt.
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