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Play-offs ohne die Lions? „Ein komisches Gefühl“

Football: Nach der Niederlage in Berlin hoffen die Braunschweiger auf den letzten Strohhalm – Dafür muss Sonnabend Dresden in Essen siegen

Von Daniel Beutler, 26.08.2009.


Braunschweig. Es hat nicht sein sollen. Mit 7:20 unterlagen die Braunschweig Lions in Berlin den Adlern. Damit verbleibt den „Löwen“ nur das Hoffen auf eine Niederlage der Assindia Cardinals am Sonnabend gegen Dresden. Sonst zieht der Liga-Neuling an den Lions vorbei und in die Play-offs ein.

Im Jahr 1995 gab es zuletzt eine Endspielrunde ohne die Braunschweig Lions. Seit 1996 waren sie bisher immer darin vertreten. Und in dem Jahr stand auch der heutige Defensive Back Coach Bastian Kypke erstmals für die Löwenstädter auf dem Feld. „Das ist wirklich ein komisches Gefühl. Das ist bei mir so drin, dass die Saison von April bis Oktober geht. So ganz habe ich das noch nicht realisiert. Es gibt ja noch eine verschwindend geringe Chance auf die Play-offs“, sagt Kypke. Aber so wirklich glaubt kaum jemand an ein Wunder in Essen. Wobei es Kypke natürlich recht wäre, noch drei Spiele zu haben und am Ende Deutscher Meister zu werden. „Aber ganz ehrlich. Ich glaube dann würde ich den Pokal aus Anstand wohl nicht annehmen. Und wenn man die Sache nüchtern betrachtet, dann ist die Saison vorbei“, so der 31 Jahre alte Coach.
Zwei bis drei Wochen Urlaub gönnt sich Kypke, denn wirklich frei hat er trotz des wahrscheinlichen Saisonendes nicht. „Wir müssen zwar erst das Spiel von Essen abwarten, aber dann beginnt die Nachbereitung und die Planung für 2010. Die wichtigsten Fragen sind: Mit welchen Spielern gehen wir in die nächste Spielzeit, und woran lag es, dass die Saison so komplett verkorkst war? Und wir müssen herausfinden, ob die vielen Verletzungen, die uns ganz klar geschwächt haben, Zufall waren, oder ob es Versäumnisse in der Vorbereitung gab“, nennt Kypke die nächsten Schritte. Das Ziel hinter alledem: eine Wiederholung der Katastrophen-Saison zu verhindern.
Dafür haben die Verantwortlichen aller Voraussicht nach viel Zeit. Vier Wochen mehr als sonst, die es zu Nutzen gilt, um zu klären, warum nur ein Sieg in der Nordgruppe gelang. Warum man am Ende als Tabellenletzter dasteht. Und es stehen noch andere, dringende Fragen auf der Liste: Wer wird neuer Headcoach, und wie verkraften die Lions den anstehenden Kauf der Namensrechte? Dieses Jahr wird die Off-Season bestimmt nicht langweilig.
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