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Platz acht ist wieder in Reichweite

Kenny Frease (links) zeigte gegen Hagen seine beste Partie im Löwen-Trikot. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Nach dem Sieg gegen Hagen spielen die Löwen am Samstag beim Vizemeister in München.

Von Christoph Matthies, 09.02.1016.

Braunschweig. Mit 18 Punkten hatten die Löwen-Basketballer am Freitagabend bereits zurückgelegen, ehe sie im zweiten Viertel die Wende einleiteten. Am Ende gelang den Braunschweigern ein deutlicher 93:79 (37:42)-Erfolg gegen den Tabellennachbarn aus Hagen. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) wollen die Löwen weiteren Boden auf einen Playoff-Platz gutmachen.

Der wichtige Sieg, mit dem durch den finalen Dreier von Keaton Grant (23 Punkte) sogar der direkte Vergleich noch gewonnen wurde, machte sich im BBL-Klassement unmittelbar bemerkbar. Die Löwen zogen an den Hagenern vorbei auf Tabellenrang neun, Würzburg auf Platz acht hat nur einen Sieg mehr auf dem Konto. Und auch wenn das Team aus der Nowitzki-Stadt ein Spiel weniger absolviert hat: Ihre Playoff-Träume müssen die Löwen bei noch 13 ausstehenden Begegnungen noch lange nicht begraben.

„Es war klar, dass wir von einzelnen Spielern Außergewöhnliches brauchen würden“, sagte Raoul Korner im Anschluss an die Partie, in der es eben solches zu bewundern gab. Vor allem Center Kenny Frease wirkte wie ein Mann mit einem Auftrag: Der „K-Train“ sorgte unter dem Korb stets für Gefahr und pflückte fast die Hälfte aller Braunschweiger Rebounds. Zudem betätigte er sich immer wieder als „Point Center“ und setzte seine Mitspieler des Öfteren brillant in Szene. „Da muss man schon sagen: Hut ab!“, kommentierte Korner das beste Spiel von Frease im Löwen-Dress, in dem dieser 22 Punkte und die persönlichen BBL-Bestwerte von 15 Rebounds und sieben Assists auflegte.

Und dann war da ja noch der Neue, der eigentlich ein alter Bekannter ist. Jermaine Anderson, der erst zwei Tage zuvor in Braunschweig eingetroffen war, meisterte seine Aufgabe als Ersatz des verletzten Derek Needham mit Bravour. Im ersten Viertel noch zurückhaltend, fand der Kanadier allmählich seinen Rhythmus und holte sich in der Defensive (vier Ballgewinne) das Selbstvertrauen, das er in der Offensive brauchte (21 Punkte, fünf Assists). „Jermaine hat gezeigt, wie viel Qualität er hat“, lobte Korner den Braunschweig-Rückkehrer, unter dessen Führung den Löwen nur drei Ballverluste, ein geradezu irrwitzig niedriger Wert, unterliefen.

Eine starke Partie zeigte in 17 Minuten auch Doppellizenzspieler Robin Amaize – nicht nur wegen seiner acht Punkte bei guten Quoten. „Ich habe ihn mit einem klaren Defensivjob hinausgeschickt, und den hat er hervorragend erfüllt“, lobte der Trainer die Verteidigung des 22-Jährigen, die nicht immer zu dessen großen Stärken gehörte.

Um im Playoff-Rennen weiter eine Rolle zu spielen, werden die Löwen viele weitere außergewöhnliche Leistungen brauchen. Die schwere Partie am Samstag beim Vizemeister in München stellt da keine Ausnahme dar.
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