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Phil Hickey: „Es hat uns der absolute Siegeswille gefehlt“

Football: Lions unterliegen in ihrem Bundesliga-Heimauftakt den Berlin Adlern mit 7:21.

Von Daniel Beutler, 20.05.2012

Braunschweig. Vor 3342 Zuschauern haben die New Yorker Lions gestern ihren Heimauftakt in der Bundesliga mit 7:21 gegen die Berlin Adler verloren. Dabei fehlte ihnen gegen die Gäste einfach das oft zitierte Quäntchen Glück.

Allerdings war es jeweils ein Quäntchen Glück, Können, Cleverness und Wille. Hätten sie das in der ersten Hälfte gehabt, wäre es sicherlich nicht bei einem Touchdown geblieben. So konnte Christian Bollmann nur zum 7:7, nach einem Sieben-Yard-Pass von Quarterback Michael Herrick, ausgleichen. In jeder Angriffsserie präsentierten sich die Braunschweiger konzentriert und fähig zu punkten, bis sich dann doch unnötige Fehler einschlichen. So verschoss zum Beispiel Kicker Tobias Goebel aus 33 Yards ein Fieldgoalversuch, das den ersten Drive der Lions mit drei Punkten hätte belohnen können. Verdient wäre es gewesen, kämpften sie sich doch leidenschaftlich übers Feld.
Das blieb den Adlern erspart. Ihrer Führung zum 7:0 ging ein langer Pass voraus, bei dem sie von einem Missverständnis in der Lions-Abwehr profitierten. Die verbleibenden 20 Yards lief Adler-Spielmacher Alex Good selber und düpierte dabei zwei Lions-Spieler. Danach war der Berliner Angriff kaum noch auf dem Feld, weil die Lions-Abwehr die Adler fast immer sofort wieder an die Seitenlinie zum Zuschauen schickte.
Hätten sie das Quäntchen mehr gehabt, wären sie auch nicht in der zweiten Hälfte noch so unter die Räder gekommen. Phasenweise hatten die Aktionen der Lions auf beiden Seiten des Balls Hand und Fuß. Sie waren nicht meisterlich, aber immerhin solide. Zumindest solange bis die kapitalen Fehler wieder ins Spiel kamen. Alle hausgemacht: Fünfmal verlor der Angriff den Ball, dazu kamen einige vermeidbare Strafen und verpasste Tackles. Beim 14:7 schlüpfte der Ballträger der Adler durch die Arme von drei Lions-Spielern. Beim 21:7 hatte Good keine Mühe, mit einem Quarterback-Keep die letzten sechs Yards zum Endstand zu überwinden.
„Es hat uns der absolute Siegeswille gefehlt. Darüber mache ich mir am meisten Sorgen. Irgendwie müssen wir es schaffen die Wege zu finden, das Spiel zu gewinnen. Um sie zu verlieren, kennen wir jetzt genug“, sagte der enttäuschte Lions-Cheftrainer Phil Hickey, betonte aber auch, er glaube an seine Mannschaft.
„Wir aber noch nicht an uns. Man kann alles Talent der Welt in der Mannschaft haben, wenn du aber nicht wirklich daran glaubst, dass du gewinnst, passiert das auch nicht“, brachte Linebacker Reid Worthington das größte Lions-Problem auf den Punkt.
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